Über die Gründung des "KneippBäder3Ecks Wetterau" freuen sich im und um das Kneippbecken herum (v. l.) Bad Vilbels Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr, Landrat Jan Weckler, Dr. Lutz Ehnert, Bad Nauheims Bürgermeister Klaus Kreß, Stadtrat Udo Landgrebe (Bad Vilbel) und die Steinfurther Rosenkönigin Yaren I. Es fehlt Bürgermeister Hans-Peter Seum aus Nidda, der im Verkehr stecken geblieben ist. FOTOS: LONI SCHUCHARDT
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Über die Gründung des "KneippBäder3Ecks Wetterau" freuen sich im und um das Kneippbecken herum (v. l.) Bad Vilbels Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr, Landrat Jan Weckler, Dr. Lutz Ehnert, Bad Nauheims Bürgermeister Klaus Kreß, Stadtrat Udo Landgrebe (Bad Vilbel) und die Steinfurther Rosenkönigin Yaren I. Es fehlt Bürgermeister Hans-Peter Seum aus Nidda, der im Verkehr stecken geblieben ist. FOTOS: LONI SCHUCHARDT

Ein Dreieck für die Gesundheit

  • vonHarald Schuchardt
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Die Gesundheit der Bevölkerung und der Gäste im Wetteraukreis fördern und gleichzeitig den Tourismus ausbauen, das ist das Ziel des "Kneipp Bäder3Ecks Wetterau". Nach dem Startschuss in Bad Nauheim sollen einige Ideen verwirklicht werden.

Verbindet man auf einer Karte die drei Wetterauer Badeorte Bad Vilbel, Bad Nauheim und Bad Salzhausen mit einem Stift, dann erhält man ein Dreieck. Gleich fünf Dreiecke, die die fünf Säulen des Naturheilverfahrens von Sebastian Kneipp symbolisieren sollen, zieren das Logo des "Kneipp Bäder3Eck Wetterau".

Ursprünglich sollte die neue gemeinsame Gesundheits- und Tourismus-Offensive des Wetteraukreise und der drei Badestädte auf dem Hessentag in Bad Vilbel der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dann aber kam die Corona-Pandemie dazwischen.

Jedoch wurde mit dem Freigelände des Inhalatoriums 1 samt Kneipp-Becken in Bad Nauheim ein zur Kneipp’schen Lehre passender Ort gefunden, um am Montag den "Kick-off", also den Start der Initiative unter freiem Himmel und unter Berücksichtigung aller Corona-Regeln zu begehen.

Hierzu begrüßte Landrat Jan Weckler neben anderen auch die drei Bürgermeister Klaus Kreß (Bad Nauheim), Hans-Peter Seum (Nidda) und Dr. Thomas Stöhr (Bad Vilbel). Gekommen war auch Dr. Lutz Ehnert, Vorsitzender des Kneipp-Vereins Bad Nauheim-Friedberg-Bad Salzhausen, den Weckler als den "Initiator; Antreiber und Motivator" des "Kneipp Bäder3Eck Wetterau" bezeichnete. Für etwas royalen Flair vor dem Salinenbau sorgten Quellenkönigin Ena I. aus Bad Vilbel und die noch amtierende Steinfurther Rosenkönigin Yaren I. und deren designierte Nachfolgerin Sophia Felver.

Weckler erinnerte an die Anfänge des "Kneipp Bäder3Ecks" vor drei Jahren in Ehnerts Praxis. "Damals hatten wir beide die Idee, mehr aus Kneipp zu machen", erklärte der Landrat und verwies darauf, dass sich die beiden größten hessischen Kneipp-Vereine Bad Nauheim-Friedberg-Bad Salzhausen und Butzbach in der Wetterau befinden.

Kneipp-Routen sind in Planung

Dazu kommt eine vielfältige Kneipp-Infrastruktur mit Tretbecken, Kräutergärten oder Bewegungsparcours in zahlreichen Kommunen. Von der Idee des "Bäder3Ecks" seien alle sofort sehr angetan gewesen, sagte Weckler. "Wir sind der Hot-Spot, was das Kneipp-Angebot in Hessen angeht."

Der Landrat ging auch auf die weitere Planung ein. So soll eine Wetteraukarte mit allen Kneipp-Angeboten in die noch im Aufbau befindliche Internetseite eingestellt werden. Derzeit werden Kneipp-Routen durch die Wetterau geplant, sowohl für Wanderer und Radfahrer als auch für Autofahrer. Auch der 200. Geburtstag Sebastian Kneipps soll im kommenden Jahr gefeiert werden.

Wie alle Redner stellte Weckler eine der fünf Säulen der Kneipp’schen Lehre vor. Er sprach über "Balance und Innere Ordnung", die er als Landrat auf jeden Fall benötige. Klaus Kreß beschrieb die Kneipp-Säule Wasser, denn "das Heilwasser hat die letzten 200 Jahre Bad Nauheim geprägt". Niddas Bürgermeister Seum hatte sich des Themas Bewegung angenommen, "weil ich immer durch die Gegend renne und weil in Bad Salzhausen die sportlichen Outdoor-Kurse sehr gut angenommen werden". "Irgendwann hat jeder einmal Hunger", sagte Bad Vilbels Bürgermeister Stöhr, der sich dem Kneipp-Element Ernährung widmete, "was angesichts unseres Mineralwassers ja sehr nahe liegt". Mit den Heilpflanzen beendete Lutz Ehnert die Präsentation der fünf Säulen der Lehre von Sebastian Kneipp. Ehnert dankte Weckler und seinen vielen ehrenamtlichen Mitstreitern im Kneippverein für die große Unterstützung, denn "ohne sie alle geht es nicht".

Abschließend gab Christian Sperling, Leiter des Fachbereichs Regionalentwicklung und Umwelt, einen Überblick über die künftigen Werbemaßnahmen, wozu auch der erstmals gezeigte PR-Film gehört.

Musikalisch umrahmt wurde der "Kick-Off" von Harfinistin Dagmar Hoffmann aus Bad Nauheim.

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