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Für den dritten Fionrir-Roman haben (v. l.) Illustrator Norman Heiskel, Autor Andreas Arnold und Verleger Thorsten Zeller zusammengearbeitet. Für das Foto haben sie sich extra am St.-Georgs-Brunnen getroffen: "Der Drache auf dem St.-Georgs-Brunnen wird getötet, Fionrir überlebt auch das dritte Abenteuer", sagt Andreas Arnold.

Der Drache wird erwachsen

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Jetzt ist Schluss: Der Drache Fionrir erlebt sein letztes Abenteuer. Eine "Reise ins Tal der Drachen". So heißt der dritte Band aus der Feder des Friedberger Autors Andreas Arnold. Zusammen mit Illustrator Norman Heiskel und Verleger Thorsten Zeller ist der finale Band entstanden. Der kleine grüne Held "Fio" ist erwachsen geworden. Kinder und Erwachsene haben mit ihm die Geschichten durchlebt. Und wer mehr als lesen will, kann "Fios" Abenteuer bald auch hören.

Auch Drachen werden erwachsen: Irgendwann konnte der Drache Fionrir fliegen, und er traute sich vieles zu. Zwei große Abenteuer hat der kleine Held aus Andreas Arnolds Büchern schon erlebt. Jetzt startet "Fio" zu seinem letzten Abenteuer. Arnold hat das dritte Buch fertig. "Reise ins Tal der Drachen" heißt es. Der letzte und finale Teil erscheint am 31. Oktober - pünktlich zu Halloween. Arnold hat wieder mit seinen Freunden und gleichzeitig bewährtem Team gearbeitet. Die Illustrationen kommen wieder aus der Feder von Norman Heiskel aus Oberursel. Dieses Mal sind es allerdings fast 30 Zeichnungen geworden. Verlegt ist das Buch wieder im Friedberger Reimheim Verlag von Torsten Zeller.

Die Trilogie ist geschafft. So hatte es sich der Friedberger vorgestellt. Was er sich beim ersten Band (im Jahr 2017) nicht gedacht hatte, dass aus seinem Buch einmal ein Hörbuch wird. Das Hörbuch wird im Dezember fertig sein, denn Arnold hat neben seinem Job bei der Polizei und dem Schreiben der Bücher Hunderte Stunden im Tonstudio von Moritz Hermann in Friedberg verbracht, um allen Charakteren des letzten Bandes seine ganz persönliche Stimmfarben zu geben. "Ich musste den Hessen in mir etwas zurückstellen", sagt Arnold. Das hat er beim Einsprechen im Studio gelernt. Bestimmte Laute galt es zu betonen, andere nicht so hart auszusprechen. Bis das Ergebnis zum Hörbuch perfekt ist, vergehen viele Stunden: 45 Stunden lang hat Arnold das Buch eingelesen, hinzukommen über 120 Stunden im Studio zur Nachbearbeitung. Das Hörbuch soll dann etwa neun Stunden lang sein - jedes Kapitel zum Hören etwa eine halbe Stunde: "Das ist die perfekte Länge, bis einem selber oder den Kindern abends die Augen zufallen", sagt Arnold.

Denn nicht nur Kinder, auch Erwachsene sind mit "Fio" auf Reisen gegangen und mittlerweile richtige Fans geworden. In "Reise ins Tal der Drachen" wird "Fio" erwachsen, also etwas älter und "selbstreflektierter".

Den Spiegel vorhalten

Mit der Geschichte will Arnold der Gesellschaft den Spiegel vorhalten. Zwei Welten treffen aufeinander: Die Welt der Drachen und die Welt der Menschen. Es geht um Missverständnisse, die durch unterschiedliche Kulturen oder mangelnde Kommunikation entstehen. Ein großer Streit kommt durch falsch verstandene Wahrheiten auf, der fast zum Eklat führt: "Fio kann den Zwist klären, es kommt zur großen Versöhnung. Zum Schluss haben alle ein großes Lächeln im Gesicht", sagt der Autor.

Ein Lächeln im Gesicht hat Arnold immer wieder, wenn er die Zeichnungen von Norman Heiskel sieht. Seit Jahren zeichnet sein Freund aus Oberursel die Welt des kleinen Drachens. Liebevoll und mit vielen schönen Details. Dieses Mal hat Heiskel ausschließlich mit dem Kugelschreiber gezeichnet. "Das konnte ich mir zunächst nicht vorstellen, dass das klappt, aber ich bin begeistert", meint Arnold. Im dritten Band gibt es mehr Zeichnungen als in den Büchern zuvor. Denn Arnold hat, nachdem alle Zeichnungen zu den Kapiteln fertig waren, Kapitel getauscht und Passagen verschoben. Also hatten plötzlich vier Kapitel gar keine Illustrationen, andere gleich zwei. Also musste Norman Heiskel innerhalb von zwei Wochen noch für vier weitere Kapitel "hinzuzeichnen". Die "Fio"-Leser lieben diese Zeichnungen aus den ersten zwei Bänden und die Nebencharaktere der Bücher. Immer wieder bekommt Andreas Arnold Rückmeldungen: "Viele Leser wollen, dass es irgendwie weitergeht, obwohl es von Anfang an als Trilogie angelegt war", sagt Arnold. Also hat er sich schon ein neues Projekt überlegt: Aus der Drachenwelt von "Fio" schreibt er weitere Kurzgeschichten. Dazu soll passende Musik mit Texten entstehen. Dafür verantwortlich wird Liedermacher Di Mari sein. Ein besonderes Konzeptalbum schwebt beiden vor. Neben dem Album wollen Arnold und Heiskel auch wieder etwas Gutes tun: Eine Ausstellung der Zeichnungen und eine dazugehörige Versteigerung sind für kommendes Jahr zugunsten eines Tierheims geplant.

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