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Hanna Feige (2. v. l.) beim ersten Treffen mit ihren neuen Freundinnen.

Die Schönheit im Alltäglichen

WZ-Mitarbeiterin Hanna Feige ist in Bad Vilbel aufgewachsen. Viele Orte hat sie täglich gesehen, aber durch die Pandemie und den Lockdown hat sie angefangen, ihre Heimatstadt mit anderen Augen zu sehen. Dadurch hat sie einen neuen Lieblingsplatz gefunden.

Mein Lieblingsort in der Wetterau ist der Kurpark in Bad Vilbel. Ich bin in der Quellenstadt aufgewachsen, deswegen kannte ich ihn schon immer. Wirklich lieben gelernt habe ich den Park aber erst durch die Pandemie.

Ich habe mich nicht mehr damit wohlgefühlt, andere Menschen in geschlossenen Räumen zu treffen. Und dann bin ich auf die Idee gekommen, dass man auch Picknicken gehen kann. Damit war ich bestimmt nicht die Einzige im letzten Jahr, aber der Ort der Wahl wurde der Kurpark. Dort habe ich zum Beispiel letzten Sommer meinen Geburtstag gefeiert.

Picknick, Sport und auch Musik

Ich habe im Herbst angefangen zu studieren. Trotz des Online-Unterrichts konnte ich neue Freundschaften knüpfen. Richtige Treffen waren aber lange Zeit nicht möglich, weshalb wir uns monatelang per Video-Chat getroffen haben. Vor ein paar Wochen haben wir uns dann alle im Kurpark getroffen und den Tag zusammen verbracht. Viele dieser neuen Freundinnen kommen nicht aus der Umgebung, und es war schön, mit anzusehen, wie sie die vielen Blumen und die Wasserburg bestaunten. Das hat mich daran erinnert, dass auch Schönes im Alltäglichen stecken kann. Man muss nicht immer an die entlegensten Orte fahren, um schöne Landschaften vor der Nase zu haben. Es reicht auch schon, einmal vor die Tür zu treten und die gewohnte Umgebung so zu betrachten, als sähe sie man das erste Mal.

Besonders faszinierend finde ich die Vielfalt des Kurparks. Er erstreckt sich über mehrere Kilometer durch die Kernstadt Bad Vilbel. Am Ende angrenzend an den Festplatz, auf dem normalerweise jedes Jahr der Vilbeler Markt stattfindet, gibt es weitläufige Wiesen. Auch eine Skate-Rampe, einen Basketballplatz und einen Wasserspielplatz gibt es dort. An sonnigen Tagen picknicken oder sonnen sich viele Leute hier. Und obwohl der Park so beliebt ist, kann man genügend Abstand halten. Ich habe auch schon oft verschiedene Sportkurse dort entdeckt, die im Freien abgehalten wurden. Yoga im Park würde ich auch gerne mal ausprobieren!

Wenn man weiter an der Nidda entlang spaziert, kommt man an der katholischen Kirche und an der Wasserburg vorbei, in der jeden Sommer die bekannten Burgfestspiele stattfinden. Oft kann man die Musik auch außerhalb der Burg hören, was für ein angenehmes, kostenloses Konzert sorgt. Um die Burg herum ist der Park mit den verschiedensten Blumen bepflanzt, und es gibt viele Sitzmöglichkeiten. Besonders gerne sitze ich hier auf ein paar Steinstufen direkt an der Nidda. Ich habe mir schon einen Kaffee aus einem nahe gelegenen Café geholt und mich dort zum Lesen hingesetzt.

Weiter Richtung Innenstadt ist der Park auch unter der Woche sehr belebt. Viele Fahrradfahrer und Spaziergänger bringen den Park zum Leben. Läuft man hier stadteinwärts, kommt man am Römerspielplatz vorbei. Direkt an der neuen Mitte ist das Ende des Parks mit einer kleinen Wiese, vielen schattigen Plätzchen und einem kleinen Teich mitsamt Springbrunnen. Ich habe eine dunkle Erinnerung, dass ich früher mit meiner Kita-Gruppe mal selbst gebastelte Schiffchen habe fahren lassen.

Diesen Teil des Parks habe ich besonders lieben gelernt, als ich 2019 mein Schulpraktikum in der angrenzenden Stadtbücherei absolviert habe. Jede Mittagspause hat es mich mit einem Buch raus in den Park gezogen, um die Natur zu genießen.

Auch mit verschiedenen Tieren kann man im Kurpark Bekanntschaft machen. Ein paar Jahre lang waren sogenannte Nutrias hier angesiedelt. Enten sieht man auch viele, und wenn man Glück hat, entdeckt man auch Entenküken.

Im Bad Vilbeler Kurpark lässt es sich aber nicht nur prima picknicken, sondern auch vortrefflich spazieren. Dabei kommt man an der St.-Nikolaus-Kirche vorbei.

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