In der Wetterau hat die erste Karnevalshochburg seine Veranstaltungen für die Kampagne 20/21 abgesagt.
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In der Wetterau hat die erste Karnevalshochburg seine Veranstaltungen für die Kampagne 20/21 abgesagt.

News-Ticker

Corona Wetterau: Nächste Faschings-Veranstaltungen abgesagt - Die aktuellen Zahlen

  • vonMarion Müller
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Der Wetteraukreis veröffentlicht täglich die aktuellen Corona-Zahlen für die Wetterau. Die aktuellen Entwicklungen gibt es im Ticker.

  • Erste Wetterauer Karnevalshochburg sagt Veranstaltungen ab
  • Mehrere Corona-Fälle an Wetterauer Schulen
  • Aktuelle Zahlen: Bisher 519 registrierte Fälle
  • Wartbergschule geschlossen; Jahrgang in Quarantäne

Update, 04.09.20, 15.19 Uhr: Nachdem die KG Mörlau gestern auf ihrer Facebookseite und Homepage veröffentlicht hat, dass die Kampagne 20/21 abgesagt wird, folgt nun die nächste Absage. Normalerweise stellen die Landfrauen drei Faschingsveranstaltungen auf die Beine: eine Party-, eine Weiber- und eine Faschingssitzung. Diesmal werden die Feiern wegen Corona ausfallen, teilen die Landfrauen nun mit. »Die Gesundheit und das Wohl aller unserer Aktiven und Gäste stehen für uns an erster Stelle«, sagen die Veranstalter. Daher hätten sich Vorstand und Faschingsausschuss entschieden, alle Veranstaltungen der neuen Kampagne abzusagen. »Die fünfte Jahreszeit lebt vom gemeinsamen Singen, Tanzen und Lachen, Fasching mit Maske und Abstand ist für uns nicht vorstellbar.« Um Unsicherheiten in der Planung zu vermeiden, habe man dies schon jetzt entschieden.

Die Entscheidung, die Kampagne 20/21 in Ober-Mörlen abzusagen, sei bei einem Treffen im Rathaus zwischen der Gemeinde Ober-Mörlen und den beiden örtlichen Fastnachtsvereine gefallen. Man habe sich dahingehend geeinigt, dass es unter dem Eindruck der Corona-Pandemie noch zu gefährlich sei, die närrische Kampagne 2020/2021 zu feiern. In einem konstruktiven Gespräch, zu dem Bürgermeisterin Kristina Paulenz eingeladen hatte, verständigten sich die Rathauschefin, KG-Vorsitzende Sabine Schaller und MCC-Vorsitzender Jürgen Geck einvernehmlich auf die Absage der Saalfassenacht und des närrischen Lindwurms am Fastnachtssonntag.

»Das tut mir in der Seele weh, aber wir können die Verantwortung nicht übernehmen«, bedauerte Paulenz, und auch die Fassenachter hatten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Vereinsintern hatte man in verschiedenen Gremien provisorische Pläne geschmiedet und sich vor dem Gipfeltreffen im Rathaus zum Gedankenaustausch zwischen den beiden Vereinsspitzen getroffen. Nach Abwägung der Risiken lag bereits nahe, dass die Verantwortung für das Wohl und Wehe unter Pandemie-Bedingungen kaum zu schultern sei. Besonders unter Alkoholeinfluss dürften Abstands- und Hygieneregeln schwer unter Kontrolle zu halten sein.

Enttäuscht zeigte sich die Bürgermeisterin von den obersten Entscheidungsebenen im Staat. Beim Golfkrieg habe man sich nicht so schwer mit einer Fastnacht-Absage getan wie bei einer Pandemie direkt vor der eigenen Haustür. Als Kommune fühle man sich bezüglich des Corona-Krisenmanagements im Regen stehen gelassen. »Wir wollen kein Corona-Hotspot werden«, waren sich die drei im Rathaus einig. Als traditionsreiche Fastnachtshochburg trage man auch eine besondere Verantwortung den Menschen und dem Brauchtum gegenüber.

Ungeachtet der Absage der Großveranstaltungen mit mehreren Tausend Besuchern aus nah und fern bietet die Gemeinde den örtlichen Fastnachtsgruppen unter strengen coronakonformen Hygiene-Auflagen Übungszeiten in der Usatalhalle und im Dorfgemeinschaftshaus an. Die Vereinsvorstände sammeln Wunschzeiten der jeweiligen Gruppen, im Rathaus sollen diese zeitnah mit den Trainingszeiten der Sportvereine in Einklang gebracht werden.

Corona: Erste Wetterauer Karnevalshochburg sagt Veranstaltungen ab

Erstmeldung, 03.09.20, 16.41 Uhr: Alaaf und Helau heißt es normalerweise wieder ab dem 11.11. Doch einige Faschings- oder Karnevalshochburgen rund um die Wetterau haben aufgrund der aktuellen Situation bereits Veranstaltungen der fünften Jahreszeit abgesagt. Nun folgt die erste Hochburg in der Wetterau. „Aufgrund der Pandemie-Situation werden auf Initiative der Gemeinde Ober-Mörlen im allseitigen Einvernehmen aller Verantwortlichen die Saalfastnacht und der Fastnachtszug in Mörlau in der Kampagne 2020/2021 abgesagt.“ Das teilte die Karnevalsgesellschaft von Ober-Mörlen, die KG Mörlau, auf seiner Facebookseite und Homepage nun mit.

„Die Gesundheit unserer Aktuere, Mitglieder und Gäste liegt uns am Herzen, ein Gut, welches wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen werden“, heißt es auf der Homepage der KG Mörlau weiter. Der Verein wolle seinen Blick auf die Kampagne 2021/2022 richten und „die Zeit bis dahin für intensive Vorbereitung nutzen, damit wir dann wieder in gewohnter Ausgelassenheit unsere geliebte Fastnacht in Mörlau mit allen Mitglieder, Gästen und unseren befreundeten Vereinen feiern können.“

Corona Wetterau: Die aktuellen Zahlen

Unterdessen hat die Pressestelle des Wetteraukreises die aktuellen Zahlen veröffentlicht. Demnach liegt die Zahl der nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen in der Wetterau am heutigen Donnerstag. 03.09.20, bei 519. Das sind vier mehr als am Vortag. Die Neuinfektionen wurden aus Bad Nauheim (1), Nidda (2) und Rosbach (1) gemeldet.

Das sind die aktuellen Zahlen (03.09.20) der am Coronavirus infizierten Personen im Wetteraukreis nach Kommunen.

Die Zahl der aus der Quarantäne entlassenen Menschen liegt laut Wetteraukreis bei 450, fünf mehr als am Mittwoch. Die Genesenen kommen aus Bad Vilbel (1), Büdingen (2) und Rosbach (2). Eine stationäre Behandlung aufgrund der Corona-Infektion ist in einem Fall notwendig. Bislang sind mit der Corona-Infektion 13 Menschen in der Wetterau gestorben.

Zieht man von der Gesamtzahl der Infizierten die Zahl der aus der Quarantäne entlassenen Menschen und die an oder mit Covid 19 Verstorbenen ab, gibt es aktuell in der Wetterau 56 mit Corona infizierte Menschen. Sie befinden sich alle in häuslicher oder klinischer Quarantäne. In den letzten sieben Tagen stieg die Zahl der Infizierten in der Wetterau mit ihren 308.000 Einwohnerinnen und Einwohnern um 21. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner liegt im Kreis damit weiterhin bei sieben.

Die bisherigen Entwicklungen der Corona-Pandemie in der Wetterau finden Sie hier.

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