Chronologie der Kurorchester

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Die Geschichte der Kurorchester in Bad Nauheim lässt sich bis ins Jahr 1851 zurückverfolgen. Circa 14 Musiker aus »böhmischen Musikanten« umfasste die »Musikgesellschaft« unter Leitung von Franz Moritz Bohne. Ein Vierteljahrhundert später stieg die Zahl der Mitwirkenden in dem Ensemble bereits auf 34 Konzertierende. 1899 verfügte das Kurorchester über 50 Musiker. Selbst zu Zeiten des Ersten Weltkriegs gab es in Bad Nauheim Kurkonzerte. Das Dirigitat des Windersteinorchesters führte dabei von 1904 bis 1925 Hans Winderstein. Zu Beginn der 1930er Jahre konzertierte das Städtische Orchester Mainz in Bad Nauheim, von 1935 bis 1941 das Gießener Orchester unter Willy Naue. Nach Kriegsende versuchte Naue von 1948 bis 1958 wieder in Bad Nauheim ein 50-köpfiges Kur- und Sinfonieorchester aufzubauen. Von 1958 bis 1966 konzertierte das städtische Orchester aus Gießen in der Wetterauer Kurstadt. Die 70er Jahre sind von vielen Dirigentenwechseln bestimmt. Bis 1987 hatte zunächst Prof. Tamás Benedek die Leitung eines ungarischen Orchesters mit zwölf Profi-Musikern inne, anschließend war es Jànos Kékesi. Bis 2010 spielte das Ensemble in den Sommermonaten zweimal täglich vor dem Kurhaus und in den Wintermonaten im Saal in Quartett-Besetzung.

Und noch immer können Bürger und Gäste in den Genuss kommen: Die Konzerte der »Neuen Kurmusik« sind - derzeit unter freiem Himmel - in der Trinkkuranlage jeweils freitags um 19.30 Uhr und samstags ab 16 Uhr sowie sonntags in einer Matinee ab 11 Uhr oder ebenfalls ab 16 Uhr zu erleben. pm

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