Die Wetterauer SPD sorgt sich um die Kultur (v. l.): Bürgermeister Michael Merle, Rouven Kötter, Lena Herget-Umsonst im Gespräch mit Ralf Bartel und Michael Krause, 	FOTO: PV
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Die Wetterauer SPD sorgt sich um die Kultur (v. l.): Bürgermeister Michael Merle, Rouven Kötter, Lena Herget-Umsonst im Gespräch mit Ralf Bartel und Michael Krause, FOTO: PV

»Wir brauchen Kultur für lebenswertes Dasein«

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Butzbach (pm). Vertreter der Wetterauer SPD haben sich mit Ralf Bartel und Michael Krause vom Kino Butzbach über die aktuelle Situation und Perspektiven für die Zukunft ausgetauscht. Hintergrund sind die immer noch gelten Corona-Einschränkungen und die dadurch schwierige Situation der Kulturschaffenden.

Lena Herget-Umsonst, Sprecherin für Kultur und Ehrenamt und Bürgermeisterkandidatin in Reichelsheim, ist überzeugt, dass gerade jetzt kulturelle Angebote absolut notwendig sind:

Abgespecktes Programm

»Kulturelle Freiheit und Vielfalt sind enorm wichtig für unsere Gesellschaft. Wir brauchen Kultur für ein lebenswertes Dasein und ich hoffe daher sehr, dass durch die Krise keine etablierten Kulturangebote in der Wetterau dauerhaften Schaden nehmen oder sogar vernichtet werden.«

Ralf Bartel berichtete vom schrittweisen Öffnen des Kinos unter schweren Bedingungen: »Wir haben mit abgespecktem Programm eröffnet, sobald es mit einem durchdachten Konzept möglich war. »Allerdings fehle es an attraktiven neuen Filmen, und die Besucherzahlen seien sehr niedrig. »Momentan legen wir finanziell drauf.« Es sei den Betreibern aber wichtig gewesen, ein Zeichen zu setzen, dass das Kino lebe und der Krise trotze.« Bürgermeister Michael Merle (SPD) nahm ebenfalls am Gespräch teil: »Es war ein gutes Signal, dass das Kino wieder aufgemacht hat, und ich freue mich auch sehr, dass wir gemeinsam ein tragfähiges Konzept für das Open-Air-Kino gefunden haben.«

Rouven Kötter, Sprecher für Regionalentwicklung und Wirtschaft der Wetterauer SPD, zeigte sich erleichtert, als er erfuhr, dass auch das örtliche Kino von finanziellen Corona-Hilfen profitieren konnte. Er spricht sich für ein »echtes Kinoerlebnis« statt des Streamens über Netflix oder Amazon aus. Das gehe zulasten der Kinos und des gemeinschaftlichen Erlebens von Kultur.

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