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The Voice of Germany: So lief es für Philipp Brücher aus Butzbach

  • Sabrina Dämon
    vonSabrina Dämon
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Mit Philipp Brücher versucht sich am Donnerstag ein Wetterauer bei „The Voice of Germany“ bei ProSieben. Zuvor verrät er, was er beim Dreh erlebte.

  • Auf ProSieben läuft die neue Staffel der erfolgreichen Casting-Show „The Voice of Germany“
  • Am Donnerstag (05.11.2020) ist dort der Auftritt des Butzbachers Philipp Brücher.
  • Der junge Mann aus der Wetterau will mit Deutsch-Rap bei der Blind Audition überzeugen.

Update, 6.11.2020, 8.43 Uhr: Aus Butzbach auf die große Bühne bei „The Voice of Germany“ bei ProSieben. Dieser Traum wurde am Donnerstag (5.11.2020) für Philipp Brücher wahr. Und er versuchte es auf einem für die Casting-Show ungewöhnlichen Weg: HipHop. Mit seiner Interpretation „Jein“ von Fettes Brot wollte er die Jury überzeugen.

Das klappte leider nicht. Dennoch waren die Kritiken nicht schlecht. „Wir hatten auf jeden Fall alle mega Spaß“, sagte stellvertretend Stefanie Kloß als Frontfrau von Silbermond. „Hätte ich noch ein bisschen mehr rausgehört, wie deine Gesangsstimme ist, dann hätte dieser Weg geleuchtet zu dir“, kommentiert sie die ungewöhnliche HipHop-Wahl. Auch Rea Garvey war angetan: „Wir würden uns freuen, wenn du wiederkommst.“ Am Ende gab es stehende Ovationen der gesamten Jury, das Ausscheiden aus „The Voice of Germany“ war für den Butzbacher trotzdem besiegelt.

Und was sagt Philipp Brücher nach seinem sympathischen Auftritt: „Es hat Spaß gemacht. Schade.“

Philipp Brücher aus Butzbach über seinen Weg zu „The Voice of Germany“ auf ProSieben

Hintergrund, 4.11.2020, 19.49 Uhr: Die Vorrunde war schrecklich - zumindest gefühlt. Zu schnell gesungen, die Stimme hat gezittert: Philipp Brücher aus Butzbach erinnert sich vor allem daran, wie nervös er gewesen ist, als er bei »The Voice of Germany« aufgetreten ist. Ohne seine Freundin wäre Philipp Brücher wohl nie auf die Idee gekommen, bei einer Casting-Show mitzumachen. So aber hatte er keine Wahl. »Sie ist ein Riesen-Fan von mir«, erzählt der 27-Jährige. »Und sie sagt: Irgendwas muss mit dir passieren, die Leute müssen sehen, was du kannst.«

Anfang des Jahres, er kam von der Arbeit nach Hause, begrüßte sie ihn mit den Worten: »Sei mir bitte nicht böse, aber« Sie hatte ihn für »The Voice of Germany« angemeldet - eine Casting-Show für Sänger, die sich, sofern sie in den Vorrunden bestehen, vor einer prominenten Jury und vor laufender Kamera beweisen müssen. Die Vorrunden in Frankfurt hat Philipp Brücher bestens gemeistert, ist schon bald darauf nach Berlin ins Fernseh-Studio gefahren. Am morgigen Donnerstag ist auf ProSieben zu sehen, wie er sich dort geschlagen hat.

„The Voice of Germany“ (ProSieben): Butzbacher will mit Deutsch-Rap auftrumpfen

Die Musikrichtung, mit der der Butzbacher angetreten ist, ist eher ungewöhnlich für Casting-Shows: deutscher Rap. Aber, sagt er, das ist einfach sein Ding. Seit über zehn Jahren schon rappt er, schreibt eigene Texte, tritt mit Kollegen auf. Zum Beispiel in einer Kneipe in Gießen oder auf dem Freiraum-Festival in Bad Nauheim. »In einen Rap-Song kann man so viel mehr reinpacken als in ein einfaches Lied, da ist mehr Kraft dahinter. Und ich habe immer das Gefühl, ich habe so viel zu erzählen.«

Philipp Brücher auf der Bühne im Berliner Studio von »The Voice of Germany« - zu sehen ist die Sendung am morgigen Donnerstag um 20.15 Uhr.

Dabei hat er mit ganz anderer Musik angefangen. Sein Vater, der Gitarre spielt, hatte schon damals, als Philipp Brücher noch klein war, einen Musikraum im Keller. Mit sechs Jahren, erzählt Philipp Brücher, hat auch er angefangen, Gitarre zu spielen. Später jedoch hat er zum Schlagzeug gewechselt und mit Freunden für einige Zeit eine Band gegründet. Erst als er mit der Schule fertig war, hat er seine Leidenschaft für Rap-Musik entdeckt - zuerst englische, später deutsche.

Butzbacher bei „The Voice of Germany“ (ProSieben): „Meine Stimme hat gezittert“

Inzwischen macht er das schon ein paar Jahre. Er und seine Freundin wohnen in Niederkleen, wo er sich ein kleines Studio eingerichtet hat. Dort schreibt er seine Texte, 500 sind es in den vergangenen Jahren bestimmt gewesen, schätzt er. Und dort macht er Aufnahmen. »Ich kann ohne Druck machen, worauf ich Lust habe.«

Dass er jedoch einmal im Fernsehen auftritt, hätte er nicht gedacht. »Ich bin schon ein Schisser«, sagt er lachend. »Zuerst war ich sehr aufgeregt, hab in der ersten Runde zu schnell gerappt, meine Stimme hat gezittert.«

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Philipp Brücher aus Butzbach am 5. November bei „The Voice of Germany“ (ProSieben) zu sehen

Dennoch hat er sich gut präsentiert und gezeigt, was er kann. Nach den Vorrunden (eine war wegen Corona digital) ist er nach Berlin zur sogenannten Blind Audition eingeladen worden. Dort hat er, begleitet von einer Band, vor einer Jury gesungen. Das Prinzip der Show: Die Jury-Mitglieder sitzen mit dem Rücken zum Sänger, sehen ihn also nicht, sondern hören ihn bloß. Wenn sie während des Auftritts einen Knopf drücken und sich dadurch ihr Stuhl Richtung Bühne dreht, stimmen sie für den jeweiligen Teilnehmer.

Wie es für Philipp Brücher ausgegangen ist, darf er vor der Ausstrahlung nicht verraten. Wer ihn in der Sendung sehen möchte: »The Voice of Germany« beginnt am Donnerstag (05.11.2020) um 20.15 Uhr auf ProSieben. Wer die Songs von Brücher anhören möchte, findet einiges auf seinem You-Tube-Kanal (Philipp Brücher).

Rubriklistenbild: © PROSIEBENSAT.1/RICHARD HÜBNER

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