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Manfred Imbescheid (rechts) und Volker Wissbach beschreiben den Ausblick aus dem Turm.

Ausflugsziel in Hoch-Weisel

Taunus: Viele Wege führen auf den Hausberg

  • VonSophie Mahr
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Der Ausblick reicht bis in den Taunus. Damit Besucher dort rasten können, hält der Förderverein nicht nur den Turm instand.

Bei Schnee wird hier gerne Schlitten gefahren«, erzählt Manfred Imbescheid, erster Vorsitzender und Gründer des Fördervereins Hausbergturm. »Allerdings muss man auch gut aufpassen, da es schnell glatt wird.« Damit Berg und Turm ein lohnendes Ausflugsziel bleiben, kümmert sich der Verein um die Instandhaltung.

Ganz oben auf dem Turm ist eine Beobachtungplattform. »Wenn man auf der Plattform steht, ist man 510 Meter über dem Meeresspiegel. Bei gutem Wetter reicht der Blick über die Wetterau bis zum Taunus«, sagt Imbescheid.

Seit Mitte Januar ist das Betreten des Turms jedoch coronabedingt verboten. Das Ordnungsamt der Stadt Butzbach habe diese Entscheidung getroffen, da im Turm der Abstand nicht eingehalten werden könne, sagt Imbescheid. Zum Spazierengehen würden die Leute weiter auf den Hausberg kommen.

Bänke zur Erholung beim Wandern

Wer sich einen Eindruck vom Ausblick aus dem Turm machen möchte, ohne die 100 Stufen des 24 Meter hohen Turmes zu erklimmen, kann einen Blick durch die Webcams werfen (www.hausbergturm.de/webcams/). Die Kameras wurden 2010 vom Verein installiert.

Die Aufgaben des Vereins zur Pflege, Wartung und Instandhaltung sind vielfältig. Imbescheid sagt: »Einmal in Jahr wird der Turm abgespritzt, damit er vor der Witterung geschützt ist .Dann gibt es zum Beispiel noch die Baum und Strauchpflege.«

Immer wieder neue Projekte

Neben den wiederkehrenden Arbeiten gebe es regelmäßig neue Projekte. »Es gibt immer was zu tun. Letztes Jahr mussten wir einen der Solar-Akkus austauschen, mit denen die Kameras betrieben werden. Außerdem haben wir viele Tische und Bänke auf dem Hausberg erneuert, damit der Aufenthalt schön ist«, sagt Imbescheid.

Volker Wissb ach, der zweite Vorsitzende, ergänzt: »Für die Bänke haben wir Stämme halbiert ,zurechtgeschliffen und gestrichen. Die Tisch e sind aus Lärchenholz gefertigt, das ist robuster als das alte Material.« Weil noch nicht alle Bänke ausgetauscht wurden, werden auch dieses Jahr welche gebaut.

Weitere Bänke geplant

In den vergangenen Jahren wurden auch die Bänke auf den Wanderwegen zum Turm erneuert. »Die Stadt hat einige Bänke weggenommen, weil sie unter anderem durch umgefallene Bäume bei Stürmen kaputtgegangen sind. Da haben wir wieder welche hingestellt, damit unterwegs auch eine Pause gemacht werden kann«, sagt Imbescheid. In Kooperation mit der Stadt sollen auf den Wanderwegen weitere Bänke hingestellt werden.

Es gibt sechs Wanderwege, die zum Hausberg führen. Der kürzeste umfasst eine Strecke von drei Kilometern, der längste ist sieben Kilometer lang. Der Förderverein hat zusammen mit dem Naturpark Taunus eine Wanderkarte mit den verschiedenen Wegen herausgebracht. »Die beliebten Routen sind auf der Karte zu sehen. Auf den Strecken sind Informationstafeln aus dem Butzbacher Museum angebracht«, sagt Imbescheid.

Neue Hütte mit Informationstafeln

Ein zukünftiges Projekt des Fördervereins soll ein Neubau der Hütte sein, die auf dem Hausberg steht. »Die alte ist schon ganz morsch und verfault«, erzählt Imbescheid. »Deshalb muss sie abgerissen werden. Die neue soll größer werden.

Für Schulklassen und Kindergärten - die hier gerne zu Besuch kommen - soll es eine Informations-Hütte werden.« Die Klassen sollen in der Hütte Unterricht machen können. »Da kommen Schautafeln hinein, mit allem, was es hier im Wald gibt.« Es gebe sogar schon Spenden für die neue Hütte, doch zuvor müsse sie genehmigt werden.

Weihnachtskerze und Maifeier

Viele Arbeiten an und um den Turm finanzieren sich über Spenden. »Der Turm kostet Geld. Für jede Spende ab 50 Euro gibt es ein Schild mit dem Namen des Spenders. Wir haben dafür extra eine Tafel beim Turm angebracht. Auch an jeder der 100 Stufen, die zur Plattform führen, hängt ein Schild«, erklärt Imbescheid. Zudem hängt am Turm ein Tresor für kleinere Spenden.

Eine Tradition des Fördervereins ist das jährliche Anbringen einer riesigen Weihnachtskerze auf dem Turm. Eine weitere Tradition ist das Ausrichten der ersten Maifeier auf dem Hausberg. »Normalerweise kommen zur Feier 1000 bis 2000 Personen. Da haben wir hier oben auch Essens- und Getränkestände«, sagt Imbescheid.

Wegen der Pandemie musste die Feier 2020 ausfallen, und auch für dieses Jahr sei keine geplant. Der Verein überlegt jedoch, ab dem 1. Mai ein Plakat an dem Turm aufzuhängen. »Auf dem Plakat ist ein Gemälde des alten Hausbergturms«, sagt Imbescheid. »Der wurde 1941 wegen Baufälligkeit abgerissen.«

Gründung des Vereins

Der Förderverein wurde am 30. November 2006 von Manfred Imbescheid, Horst Schneider, Wolfgang Schneider und Engelbert Karl gegründet. Das erste Ziel des Vereins bestand darin, auf dem Hausberg wieder einen Turm zu errichten. Der Spatenstich für den heutigen Turm erfolgte am 1. Juni 2007, anlässlich des Hessentages in Butzbach. Am 31. Mai 2008 kam es zur festlichen Einweihung des Turmes. Heute ist der Verein der drittgrößte in Butzbach.

Viele der Bänke und Tische wurden bereits vom Verein erneuert. Eine neue Hütte soll auch gebaut werden.
Hier blickt man aus dem Turm bis zum Winterstein.

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