Nur auf den ersten Blick wirkt der Laster fahrtüchtig.
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Nur auf den ersten Blick wirkt der Laster fahrtüchtig.

Stirnwand gebrochen, Bremse defekt: Polizei stoppt Laster

Butzbach (pob). Wegen seiner deutlichen Schieflage ist Polizisten am Samstag auf der A 5 bei Butzbach ein Laster aufgefallen. Die Beamten der Polizeiautobahnstation Mittelhessen stoppten den Sattelzug aus Bulgarien.

Bei der Kontrolle stellten sie massive Mängel am Laster fest, dem Lkw-Lenker wurde die Weiterfahrt untersagt.

Gelbe Zurrgurte wiesen den Polizisten den Weg zu einem der Hauptschäden: Sie waren außen an der Stirnwand, also der vorderen Seite des Laderaums, befestigt, führten ins Innere. Dort sollte eine abenteuerliche Gurt-Konstruktion die doppelt gebrochene Stirnwand, die vorne überragte, wohl abstützen, teilte Polizeisprecher Erich Müller am Dienstag mit. Zudem ließen sich die Hecktüren wegen der Schäden nicht mehr öffnen. Unter der Seitenplane entdeckten die Beamten eine weitere fragwürdige Konstruktion im Inneren des Lasters, die wohl verhindern sollte, dass der Gesamtaufbau des Anhängers zusammenbricht.

Ladung: Tonnenschweres Rohr

Auch ein Reifen war nicht mehr verkehrssicher. Aufgrund des schlechten Zustands des Lasters begleiteten die Polizisten das Gefährt zur Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ), um ein Gutachten erstellen zu lassen. Vor Ort stellten die GTÜ-Mitarbeiter fest, dass die Bremsen des Sattelzugs nicht mehr ordentlich funktionierten und die Antriebsachse der Zugmaschine keinerlei Bremswirkung zeigte. Das Ergebnis der Gutachter: erhebliche Mängel. Der Fahrer durfte seine Ladung, ein über zwölf Tonnen schweres Betonrohr, nicht mit dem Sattelzug nach Bulgarien bringen, die Weiterfahrt wurde ihm verboten.

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