Fabian Goedert und Sophia Reiter freuen sich über die Auszeichnung. FOTO: PM
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Fabian Goedert und Sophia Reiter freuen sich über die Auszeichnung. FOTO: PM

Lob für junge Entwickler

  • vonred Redaktion
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Butzbach(bf). Nicht nur das Publikum ist überzeugt, sondern auch die Fachjury: Die Erfindung von Sophia Reiter und Fabian Goedert, Studierende an der THM Gießen-Friedberg. hat das Zeug, Menschenleben zu retten. Die beiden jungen Butzbacher Entwickler des Brandschutz-Systems FISEGO haben im Wettbewerb "Hessen Ideen", an dem 40 Teams angemeldet waren, Platz zwei geholt - dotiert mit 3500 Euro.

"Neugier, Wissensdurst und Erfindergeist" attestiert Ayse Asar, Staatssekretärin im hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, allen zwölf Finalteams. Besonders gilt das für die drei Erfindungen auf dem Treppchen.

System erkennt Brand automatisch

Das System, das Reiter und Goedert entwickeln und mit dem sie angetreten sind, kann von der Steckdose über Haushaltsgeräte bis zu Industriemaschinen in fast alle technischen Anlagen eingebaut werden - entweder ab Werk oder zum Nachrüsten. Es erkennt automatisch, wenn sich beispielsweise ein Schmorbrand entwickelt und löscht ihn direkt. Entstanden war die Gründungsidee nach dem Waschmaschinenbrand eines Freundes von Fabian Goedert.

"Der zweite Platz ist ein tolles Ergebnis", freut sich Fabian Goedert, und Sophia Reiter ergänzt: "Vor allem, weil so viele Teams angetreten waren wie noch nie." Sie loben den komplett ins Digitale verlegten Wettbewerb: Kennenlernen, Seminare, Pitches, Coachings und auch das Finale - alles online. "Es war sehr professionell umgesetzt, man kam sich nicht vor wie in einem Online-Seminar", sagt Goedert. Das Finale habe den Charakter einer TV-Preisverleihung gehabt. So habe man sich trotz Distanz einbezogen gefühlt - und am Ende privat mit einem Sekt angestoßen.

Auch Dr. Joachim Bille, Leiter des Transfer-Referats an der THM, blickt zufrieden auf die Erfinder: "Die tolle Platzierung bei einem landesweiten Wettbewerb erfüllt uns natürlich mit Stolz." Mit Reiter und Goedert wird er jetzt den Fahrplan für 2021 besprechen. Es stehen weitere Wettbewerbe an, auch bundesweit. Zugleich soll die Arbeit am Produkt weitergehen. "Das Tolle an den Wettbewerben ist ja, dass man dabei Zeit in Dinge investiert, die man für eine Gründung ohnehin hätte leisten müssen", sagt Reiter.

Um Geld gehe es den jungen Erfindern nur am Rande: "Wir haben beispielsweise schon in Prototyping und die Markenanmeldung investiert und dafür vorgestreckt", berichtet Goedert. Das Preisgeld fließe also direkt in das Projekt. Jetzt richte sich der Blick auf Prüfverfahren, technische Ausstattung, eventuell einen eigenen 3-D-Drucker.

Bille hält bereits Ausschau nach Teilnehmenden für das nächste Jahr. "In solch einem Wettbewerb kann jedes Team testen, wie wichtig ihnen eine Idee ist", findet der Referatsleiter: Ein Wettbewerb wie "Hessen Ideen" sei fordernd, auch zeitlich. Das aber sei ein Ausgründungsprozess oder gar ein eigenes Unternehmen in noch viel größerem Maße. Im Wettbewerb lerne man, mit diesen Anforderungen umzugehen.

Gutachter bewerteten die Projekte, parallel stimmten Interessierte online für ihre Lieblingsidee ab - dieses Zuschauervoting hatte FISEGO mit weitem Abstand gewonnen. Infos auf www.fisegobrandschutztechnik.com.

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