Elfe Tiere haben sich an den sogenannten Lockstöcken im Butzbacher Wald gerieben und Haare hinterlassen. Diese werden nun analysiert. 	ARCHIVFOTO: HELMUT WELLER
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Elfe Tiere haben sich an den sogenannten Lockstöcken im Butzbacher Wald gerieben und Haare hinterlassen. Diese werden nun analysiert. ARCHIVFOTO: HELMUT WELLER

Elf Haarproben gesammelt

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Butzbach (pm). Die Wildkatzenerfassung, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Weilrod und der Stadt Butzbach seit Anfang Februar 2020 im Butzbacher Wald durchführte, ist beendet. Der BUND zeigte sich zufrieden: Insgesamt elf Haarproben konnten von den sogenannten Lockstöcken abgesammelt werden. Ob diese nun tatsächlich alle von Wildkatzen stammen, wird die genetische Untersuchung der Haarwurzeln zeigen.

»Die Haarproben werden nun beim Forschungsinstitut Senckenberg für Wildtiergenetik in Gelnhausen analysiert«, erläutert Joachim Höller vom BUND Butzbach. So könne zweifelsfrei festgestellt werden, ob sich tatsächlich eine Wildkatze, oder nicht doch ein anderes Tier am Stock gerieben hat. Die Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks lasse sogar die Identifizierung von Einzeltieren zu. Auch Fragen nach der Herkunft könnten anhand der Genetik geklärt werden.

Die Chancen, Wildkatzen nachzuweisen, stehen laut Höller nicht schlecht: Eine an einem Lockstock installierte Wildtierkamera habe eine Katze fotografiert, die verdächtig nach einer Wildkatze aussieht.

Es gibt bereits verschiedene Hinweise darauf, dass im Butzbacher Wald Wildkatzen leben. Ziel der Untersuchung ist es zu klären, ob und wie die Wildkatze diesen Randbereich des Taunus besiedelt und inwieweit Verbindungsstrukturen wie Hecken und Feldgehölze im Übergang zur Wetterau genutzt werden.

Möglich wird die Untersuchung durch den Gewinn bei der Umweltlotterie »GENAU« im Oktober 2019, bei der das Projekt für den Zusatzgewinn von 5000 Euro ausgewählt wurde.

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