Das Butzbacher Open-Air-Kino ist am Samstagabend zu Ende gegangen. Vor Filmbeginn danken die Organisatoren den ehrenamtlichen Helfern. FOTOS: KINO BUTZBACH/MARK MARI
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Das Butzbacher Open-Air-Kino ist am Samstagabend zu Ende gegangen. Vor Filmbeginn danken die Organisatoren den ehrenamtlichen Helfern. FOTOS: KINO BUTZBACH/MARK MARI

Geschenke zum Abschied

  • vonred Redaktion
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Butzbach(pm). Das Open-Air-Kino im Landgrafenschloss ist vorüber: Am Samstag ging mit der Aufführung des Films "The Peanut Butter Falcon" die Saison zu Ende. Die Traditionsveranstaltung war wegen der Corona-Pandemie zunächst im Frühjahr abgesagt worden, dann aber doch kurzfristig - mit entsprechenden Abstands-, Schutz- und Hygienevorgaben - möglich geworden.

37 Veranstaltungsabende, darunter zwei Live-Auftritte, liegen hinter den Machern, die das Open-Air-Kino 2020 als "anders, außergewöhnlich und herausfordernd" beschreiben.

Ein vor allem ideeller Erfolg für diese Saison war es, dass vor der Vorstellung von "Peanut Butter Falcon" die 10 000. Besucherin dieses Kinosommers geehrt werden konnte. Anhand der Nummer ihrer Eintrittskarte wurde Angelika aus Heuchelheim ermittelt, die zuvor schon Filmabende im Schlosshof besucht hatte und sichtlich überrascht und erfreut war. Die Kinogängerin erhielt aus den Händen des Organisationsteams einen Blumenstrauß und einen kleinen Getränkevorrat für den bevorstehenden Filmabend.

Tobenden Applaus erhielt auch das diesjährige Kinoteam, das vor Filmbeginn - so ist es seit Jahren Tradition - offiziell verabschiedet wurde. Das in Butzbach beheimatete Naturmode-Label "hessnatur" hatte als Dank für das Engagement spontan T-Shirts für die über 60 Helfer gespendet.

Mit Einbruch der Dunkelheit startete mit "The Peanut Butter Falcon" ein glücklich machender Abschlussfilm über die Reise eines ungewöhnlichen Duos, das auf den Spuren von Tom Sawyer und Huck Finn wandelt.

Das Open-Air-Kino im Landgrafenschloss war am 10. Juli unter besonderen Bedingungen gestartet. Das Einhalten des Mindestabstands von 1,50 Metern zu anderen Besuchern, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, Desinfektionsmöglichkeiten, breite Laufwege zu den Sitzplätzen und den Toiletten und die Bedienung am Platz waren unter anderem Voraussetzungen dafür.

Erst 250, dann 350 Plätze

Weil Veranstalter und Publikum gleichermaßen diszipliniert waren und die Regeln einhielten, hob der Wetteraukreis als zuständige Behörde nach den ersten Tagen die Besucheranzahl pro Vorstellung von 250 auf 350 an.

Einige besonders gefragte Filme wie "Das perfekte Geheimnis", "Nightlife" oder "Die Känguru-Chroniken", die schnell ausverkauft gewesen waren, wurden an weiteren Terminen gezeigt. Ein Highlight waren zudem die beiden Aufführungen des Dokumentarfilms "Besser Welt als nie", zu denen der Filmemacher Dennis Kailing persönlich nach Butzbach kam und Rede und Antwort zu seiner mehr als zweijährigen Weltreise auf dem Fahrrad stand.

Nicht nur Kino wurde in diesem Sommer im Schlosshof geboten: Mit zwei Live-Veranstaltungen mit Lars Ruppel und Freunden und Martin Frank kamen auch Freunde von Poetry-Slams und Comedy und Kleinkunst auf ihre Kosten.

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