Der Griedeler Entenkönig Andreas Foglia (M.) mit dem Vorsitzenden des Handballfördervereins, Jürgen Weiß (l.), und dem TSV-Vorsitzenden Marc-Olaf Kaiser. FOTO: PV
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Der Griedeler Entenkönig Andreas Foglia (M.) mit dem Vorsitzenden des Handballfördervereins, Jürgen Weiß (l.), und dem TSV-Vorsitzenden Marc-Olaf Kaiser. FOTO: PV

Entenrennen diesmal ohne Fluss

  • vonred Redaktion
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Butzbach(pm). Wegen der Corona-Krise mussten auch der TSV Griedel und seine Schwestervereine - der Handballförderverein des TSV sowie Fun for Youngsters - ihre Großveranstaltungen absagen. Auf ihr traditionelles Entenrennen wollten sie aber nicht völlig verzichten. Es findet seit 2006 jedes Jahr statt und hat sich zu einem Höhepunkt im heimischen Veranstaltungskalender mit Volksfestcharakter entwickelt. Es wie gewohnt mit dicht gedrängten Menschenmengen an der Wetter abzuhalten, ließ Corona nicht zu, auch kein im Internet übertragenes Rennen unter Ausschluss von Zuschauern. Zu viele ehrenamtliche Helfer hätten dafür eingesetzt werden müssen, und auch eine weiträumige Absperrung der Wetter, um Zuschauer fernzuhalten, wäre nicht möglich gewesen. So kamen die Griedeler und Freunde von nah und fern auf den Gedanken eines rein virtuellen Entenrennens. "Corona zwingt uns dazu, Abstand zu halten und soziale Kontakte zu verringern. Aber es kann uns nicht daran hindern, auf anderen kreativen Wegen ohne Ansteckungsrisiken zusammenzufinden, um gemeinsam Gutes zu bewirken."

Ein Internet-Entenshop wurde von Timm Weiß in mühe- und liebevoller Arbeit aufgebaut. Bis zum Tag der Ziehung der Gewinnlose wurden dort 663 Entenaktien verkauft. Wie laut Verein nicht anders zu erwarten war, blieben die Verkaufszahlen damit deutlich, um mehr als die Hälfte, hinter denen der Vorjahre zurück. "Sie helfen dem TSV Griedel aber sehr bei der Erfüllung seiner Aufgaben, die weit über den rein sportlichen Bereich hinausgehen." Der TSV verstehe sich auch als Verein, der einen Beitrag zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls in Griedel und seinen Nachbargemeinden leistet und der insbesondere Kindern und Jugendlichen sinnvolle Freizeitaktivitäten anbietet. Auch in diesem Jahr fließen alle Einnahmen aus dem Entenrennen in die TSV-Jugendarbeit.

Die insgesamt 66 Sach- und Geldpreise waren von Unternehmen gespendet worden, darunter auch solche, die wie Gaststätten oder Einzelhandelsbetriebe selbst stark von Corona betroffen sind. An sie richtete der TSV Griedel ebenso seinen Dank wie an die Enten-Aktionäre und die ehrenamtlichen Helfer.

Bürgermeister als Glücksfee

Dann stand die Online-Ziehung der Gewinnlose an. Marc-Olaf Kaiser und Lars Moscherosch führten charmant durch das Programm. Bürgermeister Michael Merle, der auch dieses Jahr die Veranstaltung als Schirmherr begleitete, war die Glücksfee.

Der erste Preis, eine Woche mit einem Wohnmobil, ging an Andreas Foglia aus Butzbach, der damit auch zum diesjährigen Griedeler Entenkönig gekürt wurde. Über den zweiten Preis, ein Sportwagen für ein Wochenende, konnte sich Herbert Weiß aus Butzbach freuen. Als Drittplatzierte erhielt Edith Ronge VIP-Karten des FSV Frankfurt. Eine Liste aller weiteren Preise finden sich auf der Homepage griedeler-entenrennen.de.

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