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Enkeltrick noch dreister: Falsche Polizistin

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Butzbach (en). Immer raffinierter werden die falschen Enkel, Neffen und Nichten, wenn sie ihre betagten »Verwandten« um Hab und Gut bringen wollen. Bei einer 90-jährigen Butzbacherin ergaunerte ein besonders dreistes Pärchen am Montag 15 000 Euro.

Die Butzbacherin hatte gegen 16 Uhr einen ersten Anruf erhalten. Ein Mann hatte sich als ihr Neffe ausgegeben und mitgeteilt, dass er für den Kauf eines Autos 50 000 Euro benötige. Im Glauben, dass es sich bei dem Anrufer tatsächlich um den Neffen handelte, teilte die alte Frau dem Anrufer mit, dass sie lediglich 15 000 Euro habe.

Zunächst das bekannte Muster: Kurz darauf klingelt erneut das Telefon. Wieder ist der falsche Neffe dran, erzählt, dass er das Geld nicht selbst abholen könne. Er schicke jemanden vorbei.

Dann jedoch das »Sahnehäubchen«: Beim dritten Anruf meldet sich kein Autohändler, Notar oder ähnliches, sondern eine »Polizeibeamtin«. Sie habe das Telefongespräch abgehört, endlich habe man die Gelegenheit, »die Bande zu schnappen«. Die »Polizistin« riet der Frau, das Geld unbedingt zu übergeben. Nach der Festnahme des Abholers werde sie es einige Minuten später wieder bekommen.

Wenige Minuten nach diesem dritten Telefonat klingelte es tatsächlich an der Eingangstür. Die ahnungslose Seniorin übergab dem Fremden die 15 000 Euro.

Der Abholer, der sich als »Thomas« vorstellte, soll etwa 35 bis 40 Jahre alt und 175 bis 180 cm groß sein. Er wird von der Seniorin als vollschlank beschrieben und soll kurze, braune Haare gehabt haben. Bekleidet war er mit einer schwarzen Stoffhose, einem schwarzen Hemd und einer anthrazitfarbenen Weste.

Unter der Telefonnummer 06033/91100 bittet die Butzbacher Polizei um Hinweise auf den Geldabholer.

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