Lob für Bork und Lidl: "Mutige Vision ist Realität geworden"

Butzbach/Langgöns (age). Die gesamte Burg Münzenberg passe rein rechnerisch in das neue Logistikzentrum mit seinen 320 Metern Länge, 125 Metern Breite und knapp 14 Metern Höhe – das sagte Lidl-Geschäftsführer Dirk Torsten Bauch am Mittwoch bei der Eröffnung.

Oder auch das Commerzbank-Hochhaus in Frankfurt. Und die verlegten Leitungen reichten bis nach Brüssel. Noch einen weiteren Vergleich führte Bauch an, um die Ausmaße der Investition zu verdeutlichen: Die Grundfläche entspreche sechs Fußballfeldern. Man könne also problemlos zwei Drittel der Fußball-Bundesligaspiele in Kirch- und Langgöns austragen.

"Der neue Logistik- und Verwaltungsstandort versetzt uns in die Lage, unsere Lieferwege und damit die Versorgung unserer Filialen in Hessen optimieren zu können. Zudem schaffen wir die Kapazitäten, die notwendig sind, um unsere Filialzahl in der Region auszubauen und somit die Erreichbarkeit und Präsenz für unsere Kunden noch weiter zu verbessern", erläuterte Bauch zu den Hintergründen.

Moderne wie effiziente Wärmepumpen- und Gebäudeleittechnik komme im neuen Logistikzentrum zum Einsatz, ebenso klimafreundliche Kältemittel. Nach nur elf Monaten Bauzeit werde am 1. März der reguläre Betrieb aufgenommen.

Vor vier Jahren habe man erste Gespräche bezüglich des Projektes geführt. Der Magna Park biete eine ideale Infrastruktur. Professionell, zielorientiert und verlässlich habe man mit dem Grundstückseigner Wolfgang Bork das Großprojekt, das ein Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Euro hat, entwickelt und durchgeführt.

Während der Präsident des hessischen Landtags, Norbert Kartmann, an die Lebensmittelversorgung am Nordrand der Wetterau zu Zeiten der Römer erinnerte, blickte Regierungspräsident Dr. Lars Witteck in die jüngere Vergangenheit zurück, als die amerikanische Armee das über 100 Hektar große Gelände nutzte, und beschrieb die danach folgende Konversion samt Rückbau, Sanierung und vielfältiger Naturschutzmaßnahmen. Man fühle sich dem Gelände verbunden und freue sich, dass Lidl hier angekommen sei.

Landrätin Anita Schneider sagte, dass Lidl für eine der größten Investitionen stehe, die jemals im Landkreis getätigt wurden. Man brauche Geschäftsleute wie Wolfgang Bork, um die Region voranzubringen. 150 bis 200 Arbeitsplätze sollen entstehen. Alle Behörden hätten gute Arbeit geleistet. Ihr Kollege aus der Wetterau, Joachim Arnold, nannte den Bau "das Werk von beherzten Menschen" – in Wirtschaft und Verwaltung. Er machte deutlich, dass die Region Rhein-Main über fünf Millionen Einwohner habe.

Bürgermeister Horst Röhrig sprach vom Magna Park als "siebtem Ortsteil von Langgöns". Die Vision eines mutigen Unternehmers sei Realität geworden.

Sein Butzbacher Pendant Michael Merle betonte, dass die räumliche Zuordnung – also ob auf Butzbacher oder Langgönser Terrain angesiedelt – keine Rolle gespielt habe. Schließlich sei man ein Standort mitten in Europa.

Wolfgang Bork nannte die Lidl-Eröffnung den vorläufigen Höhepunkt eines zukunftweisenden Vorhabens. Der Magna Park habe sich zu einem "Logistik-Hot Spot" am nördlichen Rand des Rhein-Main-Gebietes entwickelt und sei am Markt angekommen.

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