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Die erste Belieferung des Bevorratungsstandortes der Johanniter nehmen (von links) Oliver Pitsch und Mario Di Gennaro entegen.

Bevorratungsstandort in Bereitschaft

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Butzbach (pm). In Deutschland werden zwei Standorte zur Bevorratung von medizinischer Schutzausrüstung aufgebaut. Eines davon ist in Butzbach und nimmt nun die erste Lieferung entgegen.

»Wir sind stolz, dass wir die Ausschreibung als Leitung des deutschen Konsortiums für uns entscheiden konnten und das Projekt nun Fahrt aufnimmt. Ein Standort ist gefunden und die erste Lieferung angekommen«, berichtet Oliver Pitsch, verantwortlicher Regionalvorstand des Regionalverbandes Rhein-Main der Johanniter-Unfall-Hilfe. »Weitere Beschaffungen werden in naher Zukunft folgen, um möglichst zeitnah das einzulagernde Material zu komplettieren. Es wird eine spannende Zeit werden.«

Die Corona-Pandemie sei ein Beispiel dafür, wie abhängig man von Lieferketten aus dem Ausland ist, schreiben die Johanniter in einer Pressemitteilung. Um auf zukünftige Mangelsituationen vorbereitet zu sein, finanziert die EU neun Lagerhäuser in Europa. Die erste Lieferung mit Schnelltests wurde nun in Butzbach in Empfang genommen und symbolisiert den Start des Projekts »rescEU medical stockpile DE«.

Das Lager wird medizinisches Schutzmaterial wie beispielsweise Schutzhandschuhe und FFP2-Masken bevorraten. Die Beschaffung, Einlagerung, Pflege und logistische Verteilung im Bedarfsfall gehört nun zur Aufgabe des Johanniter-Kompetenzzentrums für Europäischen Katastrophenschutz (EUCC). Es koordiniert die Zusammenarbeit und die Vereinbarung mit der Europäischen Kommission.

Schrittweiser Aufbau der Lager

Zum Hintergrund: Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben die EU-Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten im März 2020 beschlossen, Kapazitäten zur medizinischen Bevorratung aufzubauen. Schrittweise sollen entsprechende Lager entstehen, die von den EU-Mitgliedstaaten unterhalten und von der EU finanziert werden. Die beteiligten Staaten sollen auch die Verteilung der Materialien im Falle eines entsprechenden Hilfeersuchens im Rahmen des Unionsverfahrens gewährleisten.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Rhein-Main ist eine Gemeinschaft aus rund 800 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern.

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