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Fledermäuse sind eine stark bedrohte Tierart.

Beeindruckend und sehr bedroht

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Butzbach (pm). Fledermäuse haben nicht nur schöne Namen wie kleiner Abendsegler, Nymphen- oder Mopsfledermaus - sie faszinieren auch mit ihren spektakulären Flugkünsten. Aufgrund ihrer heimlichen nächtlichen Lebensweise gehören sie zu den sagenumwobensten heimischen Arten, berichtet der NABU in Butzbach.

Wer die schützenswerten, fliegenden Tiere näher kennenlernen möchte, hat bei der 25. europäischen Fledermausnacht am 4. September in Butzbach ab 19.30 Uhr die Möglichkeit dazu. In Deutschland wird diese vom NABU organisiert.

Die Ortsgruppe Butzbach bietet einen Abendspaziergang mit Frank Uwe Pfuhl, Referent der NABU-Umweltwerkstatt Wetterau, an. Dabei können sich Schulkinder und andere Interessierte Wissenswertes über die Fledermäuse und deren Lebensweise erzählen lassen. Nach einer Einführung in die Biologie der nachtaktiven Säugetiere, werden verschiedene Fledermausarten mit dem »Bat-Detektor« aufgespürt und bei der nächtlichen Jagd nach Insekten beobachtet. Sie sehen mit den Ohren, fliegen mit den Händen und rasen mit bis zu 1000 Herzschlägen pro Minute durch die Dunkelheit, heißt es in einer Pressemitteilung des NABU. Per Echo-Ortung spüren sie Insekten auf und vertilgen sie anschließend. Doch leider gehören Fledermäuse zu den bedrohten Arten. Studien belegen, dass die Gesamtmasse an Fluginsekten in den vergangenen 30 Jahren um 75 Prozent abgenommen hat. Umweltgifte und Pestizide sammeln sich im Fettgewebe und in der Muttermilch und vergiften damit junge und erwachsene Tiere.

Deshalb ist es den Naturschützern besonders wichtig, mit dieser Veranstaltung auf die Situation der Fledermäuse aufmerksam zu machen. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail an fledermaus@nabu- butzbach.de ist erforderlich.

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