Bagger gräbt Bombe aus dem Weltkrieg aus

Butzbach-Kirch-Göns (en). Eine bei Erdarbeiten im Magna-Park gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Mittwochnachmittag durch Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes entschärft worden.

Der "verdächtige Gegenstand" war zuvor bei Aushubarbeiten gefunden worden. Arbeiter hatten ihn nach dem Baggern mitsamt Erde auf einen Lkw geladen. Als die verständigten Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes die Ladung am Mittwochvormittag genauer in Augenschein nahmen, wurde festgestellt, dass es sich um eine scharfe Fliegerbombe aus dem Weltkrieg handelte.

Daraufhin sperrte die Polizei am Mittag das ganze Areal weiträumig ab, während der Entschärfung wurden die B 3, die ehemalige B 277 bei Niederkleen und die Kreisstraße zwischen Kirch-Göns und Niederkleen komplett für den Straßenverkehr gesperrt.

Aus den bereits im Magna-Park angesiedelten Firmenhallen wurden etwa 100 Beschäftigte evakuiert.

Nach der erfolgreichen Entschärfung um 14.45 Uhr stellte sich heraus, dass es sich doch "nur" um eine 50 Kilo schwere Fliegerbombe handelte – zwischenzeitlich hatte man sogar eine 500-Kilo-Bombe vermutet und entsprechend großflächig das Gelände geräumt.

Die Bombe dürfte bei den intensiven Angriffen der Alliierten gegen Ende des Weltkrieges über dem Gelände abgeworfen worden sein. Bis dahin war das Areal als Flugplatz der deutschen Luftwaffe genutzt worden, nach dem Krieg wurden auf dem Gelände die amerikanische Ayers-Kaserne und im Anschluss daran der Magna-Park errichtet. Fachleute gehen davon aus, dass tief in der Erde noch mehr Blindgänger liegen.

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