Die BUND-Mitglieder werden von HGON-Vorsitzendem Udo Seum (l.) durch das Vogelschutzgebiet geführt. Foto: pv
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Die BUND-Mitglieder werden von HGON-Vorsitzendem Udo Seum (l.) durch das Vogelschutzgebiet geführt. Foto: pv

BUND besucht Bingenheimer Ried

  • vonred Redaktion
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Karben/Niddatal.Als letzten Ausflug in diesem Jahr hat der BUND Karben/Niddatal vor Kurzem eine Führung zum Pfaffensee nahe dem Bingenheimer Ried veranstaltet. Aufgrund der fehlenden Niederschläge ist das Ried momentan trocken und wird von den Vögeln nicht genutzt. Udo Seum, der Vorsitzende der HGON (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz), brachte den Teilnehmern sein Fachwissen auf anschauliche Art und Weise näher.

Der Pfaffensee wie auch der Teufelssee entstand 1989 aufgrund des stillgelegten Braunkohletagebaus und dient seitdem vielen Wasservogelarten als Nist- und Rückzugsmöglichkeit. Die Zugvögel nutzen dieses Gebiet auf ihrem Weg vom oder zum Winterquartier als Raststätte. Beim Besuch konnten die BUND-Mitglieder mehrere Höckerschwäne, Seidenreiher, Krick-, Schnatter-, Stock- und Pfeifenten, aber auch Grau- und Nilgänse, Kormorane und Zwergtaucher vom Unterstand, der einige Meter vom Wasser gebaut wurde, beobachten. Eine Besonderheit wusste Seum zu erzählen: Im Winter kommt bei eisigen Temperaturen an der Ostsee manchmal auch ein Seeadler für einige Zeit zu diesem Vogelschutzgebiet, was ein eindrucksvolles Erlebnis sei.

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