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Freundlicher Empfang für die Bewohner.

Zurück im Seniorenheim

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Büdingen (pm). Die Freude der Senioren über die Rückkehr in ihr Zuhause in der Hannerstraße ist groß. »Wir sind wieder da. ›Dahoam is dahoam‹ «, sagt Irmgard Häfner. Die 81-jährige Büdingerin strahlt, als sie am Eingang des Pflegeheims Kursana von Direktor Frank Schmidt und seinem Team mit einer Rose begrüßt wird.

In Zeiten der Pandemie bringt jeder kleine Schritt zurück in den gewohnten Alltag Sicherheit und Zufriedenheit. Doch mit Corona hatte die Evakuierung der Pflegeeinrichtung nichts zu tun. Wegen des Hochwassers in der Innenstadt musste die Einrichtung am 29. Januar geräumt werden, Keller und Erdgeschoss waren überflutet. Die Senioren fanden in anderen Kursana-Häusern etwa in Mücke, Künzell, Eschenburg, Mömbris und Otzberg vorübergehend ein Zuhause.

Rund 80 Bewohner sind jetzt nach Büdingen zurückgekehrt. Sie wohnen im ersten und zweiten Stock. Die Sanierungsarbeiten im Erdgeschoss laufen auf Hochtouren. Spätestens im Dezember soll der untere Bereich komplett erneuert sein. Dann öffnet auch das Restaurant wieder, und der Saal kann für Veranstaltungen genutzt werden.

Essen wird noch geliefert

»Wir sind alle froh, wieder hier zu sein, auch wenn unten noch renoviert wird«, sagt Ursula Hofmann (79). Hans Peter Schulte (88) lobt die hohe Einsatzbereitschaft der Beschäftigten: »Es klappt alles wie vorher. Ich habe das Gefühl, als wären wir nie weg gewesen.«

Bis in dem nach der Büdinger Kräuterexpertin benannten Gretel-Flach-Haus wieder alles rund läuft, wird den Bewohnern sozusagen »Essen auf Rädern« serviert. Weil Küche und Restaurant noch nicht zur Verfügung stehen, kommen die Mahlzeiten aus dem Kursana-Domizil Bruchköbel. Auch die dortige Wäscherei leistet derzeit die Arbeit, die bisher im Keller der Büdinger Einrichtung erledigt wurde. Dort soll es trocken werden und bleiben.

Wera Müller ist glücklich, wieder in ihrer Heimatstadt zu sein, wo sie gern die historische Altstadt besucht, die in der Nähe des Pflegeheims liegt. »Endlich kann ich wieder allein mit meinem Rollstuhl durch die Stadt fahren«, sagt die 73-Jährige. Gemeinsam mit den anderen, die vor Wochen das zweite Mal geimpft wurden, freut sie sich nun auf das erste sommerliche Gartenfest.

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