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In Büdingen beseitigen die Bewohner der Altstadt die immensen Hochwasserschäden. »Wir machen weiter!« wird im Fenster eines Handwerkbetriebes betont.

Schnelle Hilfszahlungen gefordert

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Büdingen/Glauburg (pm). Hessens SPD-Vorsitzende Nancy Faeser hat sich am Freitag in Büdingen und Stockheim ein Bild von den Hochwasserschäden gemacht. Sie forderte, dass das Land jetzt schnell Abschlagszahlungen an die Betroffenen leisten muss.

»Ich habe hier heute Menschen getroffen, die seit Tagen ohne Strom und ohne Heizung leben müssen, weil das Wasser die gesamte Haustechnik zerstört hat. Das ist wirklich dramatisch, da muss sehr schnell Hilfe geleistet werden«, sagte Faeser. Die betroffenen Anwohner müssten zügig und ohne bürokratische Hürden mit Hilfen des Landes unterstützt werden. Die SPD-Fraktionsvorsitzende dankte den freiwilligen Helfern und den Hilfsorganisationen, die seit Tagen im Einsatz sind.

Die Abschläge des Landes sollten verrechnet werden, wenn geklärt sei, in welchem Umfang Versicherungen für die Schäden aufkämen oder ob weitergehende Ansprüche auf staatliche Leistungen bestünden. Laut Faeser können solche Abschlagszahlungen unabhängig von den Regelungen der Elementarschäden-Richtlinien des Landes gewährt werden - »man muss es eben politisch wollen«. Am Ende gehe es darum, alles zu tun, damit die Hauseigentümer sofort mit der Instandsetzung ihrer Immobilien beginnen und zerstörtes Inventar ersetzen können. Eine landesweite Regelung zu finden, die schnelle Hilfe möglich mache, sei auch deswegen wichtig, weil die Bedrohung durch Hochwasser in anderen Teilen Hessens noch nicht gebannt sei.

Wie berichtet, hatte der Kreistag auf Vorschlag von Landrat Jan Weckler (CDU) beschlossen, sich an staatlichen Finanzhilfen bei Elementarschäden entsprechend den Richtlinien zu beteiligen - mit einer Interessenquote von bis zu 30 Prozent. Die Richtlinien sehen vor, dass staatliche Hilfsmittel als »Hilfe zur Selbsthilfe« geleistet werden sollen, allerdings nur bis zu einer Höhe von 30 Prozent des tatsächlichen Schadens. Bei der Schadenskommission sollen ab 22. Februar Schäden angemeldet werden können.

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