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Bei der Übergabe (v. l.): Bürgermeister Erich Spamer, Frank Kapellen, Alice Werkmann und Matthias Walther.

Potenzial von »Schandfleck« erkannt

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Büdingen (prw). Der historische Ortskern von Düdelsheim steht weitgehend unter Denkmalschutz. Teil dieser Gesamtanlage ist das Fachwerkwohnhaus in der Hauptstraße 45. Für die denkmalgerechte Sanierung ihres Hauses erhalten Alice Werkmann und Frank Kapellen einen Kreiszuschuss von 5000 Euro. Baudezernent Matthias Walther überbrachte die gute Nachricht.

Das kleine Fachwerkhaus bildet zusammen mit dem Gebäude nebenan, zurückgesetzt von der Durchgangsstraße, eine Gebäudeeinheit. Vollkommene Vernachlässigung und langjähriger Leerstand hatten zu einem baufälligen Zustand der eigentlich grundsoliden Fachwerkkonstruktion geführt. Das Gebäude war als vermeintlicher Schandfleck unverkäuflich, und ein Abriss schien unausweichlich. »Alice Werkmann und Frank Kapellen haben das Fachwerkhaus gesehen und das Gespräch mit der Unteren Denkmalschutzbehörde gesucht. Sie erkannten das Potenzial des Gebäudes und des Grundstückes. Mit Einbindung eines erfahrenen Zimmerers wagten sie den Kauf«, sagte Kreisbeigeordneter Walther bei der Übergabe anerkennend.

Die älteste Erwähnung Düdelsheim stammt vom 16. August 792 und findet sich im Lorscher Codex. Hier ist beschrieben, dass Hunolt »im Gau Wetdereiba, im Dorf Dudilesheim und in Ansuinesheim (Enzheim) fünf Joch Ackerland« dem Kloster Lorsch schenkt. Düdelsheim ist damit eine der am frühesten erwähnten Siedlungen in der östlichen Wetterau.

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