Was sich Landrat Jan Weckler (l.) im Heuson-Museum zusammen mit Museumsleiter Joachim Cott kürzlich noch persönlich ansehen konnte, ist derzeit nur virtuell möglich. FOTO: PV
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Was sich Landrat Jan Weckler (l.) im Heuson-Museum zusammen mit Museumsleiter Joachim Cott kürzlich noch persönlich ansehen konnte, ist derzeit nur virtuell möglich. FOTO: PV

Die orangen Siebziger

  • vonred Redaktion
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Büdingen(prw). Kurz vor dem erneuten Lockdown hat Landrat Jan Weckler das Heuson-Museum besucht. Das erste Regionalmuseum in Hessen zeigt hatte seit dem Frühjahr die Sonderausstellung "Die 70er Jahre - ein Lebensgefühl in Orange" vorbereitet und gezeigt. Nun ist im Museum erst einmal wieder Pause. Einen Einblick in die derzeit geschlossene Ausstellung gibt es dennoch - und zwar über Youtube.

Weckler, selbst Kind der 70er Jahre, fühlte sich durch die Ausstellung in die eigene Kindheit versetzt. Viele Objekte, die auch in seinem Elternhaus standen, sind heute in vier Vitrinen liebevoll und nach Themen arrangiert. "

Museumsleiter Joachim Cott berichtete von steigenden Besuchszahlen während der Pandemie und als das Museum noch öffnen durfte, "Die Menschen erkennen, dass es auch bei uns noch viel zu sehen gibt. Die Besucher kamen überwiegend aus dem Rhein-Main Gebiet, aber auch aus weiter entfernt liegenden Städten."

Bis vor Kurzem in Gebrauch

Manches war noch bis kurz vor der Ausstellung in Benutzung: Die Exponate der Sonderausstellung kommen aus der ganzen Wetterau. Rund 20 Leihgeberinnen und Leihgeber haben auf ihren Dachböden gesucht oder im Wohnzimmerschrank gekramt. Manche Objekte waren sogar noch bis kurz vor Ausstellungsbeginn im täglichen Gebrauch. Fast Vergessenes findet man hier: den orangefarbenen Föhn, die Reisetrockenhaube, "Pez"-Pfefferminz aus dem Spender, das "Bonanza"-Rad, die Pocketkamera, den Kassettenrekorder und vieles mehr.

Spannend sind auch die 20 Plakate, die Susanne Cott gestaltet hat. Zu den Bildern kommen kurze Texte, bei denen die Besucherinnen und Besucher immer wieder ins Schwärmen und Erzählen kommen. "Ja, genau so war es", sagt Susanne Cott und hofft auf einen "Neustart" im Dezember. Museumsleiter Joachim Cott und die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums, Petra Lehmann-Stoll, haben noch große Ziele: Die im vergangen Jahr begonnene Renovierung des Museums soll sukzessive weitergeführt werden.

Die Digitalisierung des Inventars stehe bevor, mit dem besonders die Schulen angesprochen werden sollen. Schülerinnen und Schüler können dann die Exponate und das Wissen des Museums für den Unterricht nutzen, auch nach der Corona Pandemie.

Auf dem Youtube-Kanal des Wetteraukreises unter https://youtu.be/3emgUcOzoBY ist ein Film mit Einblicken in die Ausstellung zu sehen.

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