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Nach Terrordrohung: Schüler entschuldigt sich

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© dpa

Büdingen (sax). In einer E-Mail, die Schulleiterin Anne Zinngrosch auf der Internetseite des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums veröffentlicht hat, bittet der Täter, der vor zwei Wochen eine Terrordrohung gegen die Schule ausgesprochen hat, um Entschuldigung. »Hierdurch habe ich Dinge ins Rollen gebracht, die ich weder gewollt, noch bedacht habe«, erklärt der 17-Jährige in dem Brief.

»Aus einer Laune heraus, habe ich einem Mitschüler einen Streich spielen wollen und ihm eine Bombendrohung am Schul-PC vorgegaukelt«, bemüht er sich um Erklärung, wie es zu der Nachricht auf dem Schulserver kam. Den Brief habe er zwar »unmittelbar nach dem dummen Streich wieder gelöscht«, betont der Schüler. »Eine Sicherungskopie, von der ich nichts wusste, hat dann aber Ängste, Ermittlungen und Verärgerung ausgelöst.«

Er könne das, was er getan habe, nicht mehr rückgängig machen«, stellt er fest, wolle aber sein Bedauern zum Ausdruck bringen. »Die Angst vor dem drohenden Schulrausschmiss hat mich leider vom sofortigen Geständnis abgehalten«, bedauert der Schüler seinen fehlenden Mut angesichts der Vorgänge, die er ausgelöst hat.

Zinngrosch weist darauf hin, dass der Schüler bisher noch keinen Schulverweis erhalten habe. Er sei lediglich für vier Wochen vom Unterricht suspendiert worden. Dennoch werde er das Gymnasium nicht weiter besuchen. »Er hat sich von dieser Schule ohnehin abgemeldet«, erklärt sie Damit sei er wieder Herr der Situation.

Die Schulleiterin berichtet, dass sie mehrere Gespräche mit dem Schüler geführt habe. Er sei glaubhaft einsichtig. »Wenn er könnte, würde er es ungeschehen machen.«

Auch einige Eltern hätten bereits auf die Bitte um Entschuldigung reagiert und nette E-Mails an die Schule geschrieben. Darin bäten sie, die Einsicht des Schülers Zu berücksichtigen. Welche straf- und zivilrechtlichen Folgen der missglückte Streich auch im Hinblick auf die entstandenen Kosten für Polizeieinsätze hat, bleibt abzuwarten.

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