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Völlig falsch gesichert, hat die Polizei diesen Transport eines Minibaggers auf einem Lkw bei Büdingen gestoppt.

Gefährlicher Transport

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Büdingen (pob). Die Spezialisten des Regionalen Verkehrsdienstes Wetterau haben am Mittwoch auf der Bundesstraße 457 bei Büdingen einen abenteuerlichen Transport eines Kleinbaggers festgestellt und den dazugehörigen Lastwagen inklusive Besatzung kontrolliert.

Die Folge: Die Polizisten untersagten schließlich die Weiterfahrt. Bei der Überprüfung hatte sich nämlich herausgestellt, dass der Lastwagen für einen derartigen Transport gänzlich ungeeignet war. Durch dessen starke Beanspruchung im Baugewerbe waren die vorhandenen Ösen zum Festzurren von Spanngurten zum Teil bereits abgerissen. Zur Verstauung dieser bei Nichtbenutzung der Ösen vorgesehene und normalerweise in die Ladefläche eingelassene Mulden waren zudem größtenteils mit Beton gefüllt.

Auf Veranlassung der Schutzleute wurde der beanstandete Transport auf ein anderes Fahrzeug umgeladen und ordnungsgemäß gesichert, bevor es schließlich weitergehen konnte.

Auf den Fahrer des Lkw kommt nun ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro sowie ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg zu, den Halter erwartet gar eine Strafe von 180 Euro sowie ebenfalls ein Punkt in Flensburg.

Lkw für Transport oft ungeeignet

Im Zuge der Kontrolle weist die Polizei hin dass Transporte von Minibaggern auf Lkw-Ladeflächen zwar alltäglich seien, diese Transporte aber oftmals keine fachgemäße Sicherung besitzen. Nicht selten werde ein Spanngurt über die Befestigung des Baggerauslegers und dann auch noch über die Ladebordwände gelegt - in der Meinung, die Baumaschine sei nun ausreichend fixiert. Jedoch ist laut Polizei eine Ladungssicherung auf diese Weise überhaupt nicht möglich, da der Unteraufbau des Lkw-Kasten für derartige Beanspruchung gar nicht ausgelegt ist. Zudem würden die seitlichen Ladebordwände durch das Festzurren des Spanngurtes nachgeben, sodass die hier erforderlich werdenden Kräfte zur Stabilisation der Ladung nicht annähernd aufgebracht werden könnten. Neben dem Bagger werden zudem oftmals zusätzlich benötigte Auffahrrampen transportiert; weiteres Zubehör wie beispielsweise Schaufeln, lägen gar ohne jegliche Sicherung auf der Ladefläche - wie auch im vorliegen Fall. »So nicht!«, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung dazu.

Im Wetteraukreis sei es zwar glücklicherweise bisher noch zu keinem Verkehrsunfall, an dem ein derart fahrlässiger Transport beteiligt gewesen wäre, gekommen. Es ist jedoch nicht auszudenken, was passieren würde, wenn solch eine Ladung, etwa aufgrund eines Bremsmanövers, außer Kontrolle gerate.

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