Feuer in Flüchtlingsunterkunft

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Büdingen (pob). Am frühen Freitagmorgen hat es in einem Zimmer der Erstaufnahmeeinrichtung gebrannt. Ein 39-jähriger Algerier, der in dem Raum schlief, erlitt durch das Einatmen von Rauchgasen leichte Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Womöglich hat der 21-jährige Zimmernachbar des Verletzten das Feuer durch das achtlose Wegwerfen einer Zigarette verursacht.

Wenige Minuten nach 5 Uhr war ein Nachbar auf das Feuer aufmerksam geworden und hatte die Flammen schließlich löschen können. Bei diesem Mann handelt es sich um einen 22 Jahre alten Afghanen.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hatte sich ein auf dem Fußboden liegendes Bettlaken durch eine Zigarettenkippe entzündet. Der zweite Bewohner des Zimmers, in dem es gebrannt hat, ein 21-jähriger Algerier, steht im Verdacht, den Glimmstängel achtlos weggeworfen und somit das Feuer verursacht zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Gießen stufte den Sachverhalt als schwere Brandstiftung ein. Der offenbar unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehende Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen und zur Durchführung einer Blutentnahme zur Polizeidienststelle gebracht.

Streit beim Löschen

Während des Löschens in der Flüchtlingsunterkunft in der Orleshäuser Straße soll es außerdem zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten, dem Nachbarn sowie einem Sicherheitsmitarbeiter, einem 36 Jahre alten rumänischen Staatsangehörigen, gekommen sein.

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