rueg_Buedingen_090221_4c
+
Ortsbesichtigung nach dem Hochwasser in der Büdinger Altstadt: (von links) Lisa Gnadl, Nancy Faeser, Trixy Schmidt, Stephanie Becker-Bösch und Manfred Scheid-Varisco.

Dank an die Helfer

  • vonRedaktion
    schließen

Büdingen/Glauburg (pm). Die Vorsitzende der SPD-Fraktion im hessischen Landtag und der SPD Hessen, Nancy Faeser, hat sich in Büdingen und Stockheim zusammen mit der örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl und der Wetterauer Ersten Kreisbeigeordneten Stephanie Becker-Bösch ein Bild von den Hochwasserschäden gemacht. Faeser dankte den freiwilligen Helfern und den Hilfsorganisationen, die seit Tagen an der Beseitigung der Hochwasserschäden arbeiten.

In der Büdinger Altstadt konnten sich die drei Politikerinnen zusammen mit dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Manfred Scheid-Varisco ein Bild von den verheerenden Schäden im Wohnhaus von Trixy Schmidt machen. Die Schäden seien erschreckend, sagte Faeser. Die betroffenen Anwohner müssten zügig und ohne bürokratische Hürden Unterstützung durch das Land erhalten. Faeser, Gnadl und Becker-Bösch forderten, dass das Land jetzt schnell Abschlagszahlungen an die Betroffenen leisten müsse, damit diese mit der Reparatur und Renovierung ihrer beschädigten Häuser beginnen könnten. Diese Abschläge sollten verrechnet werden, wenn geklärt sei, in welchem Umfang Versicherungen für die Schäden aufkämen oder ob weitergehende Ansprüche auf staatliche Leistungen bestünden. Landesmittel seien nötig, um die Hilfen der Stadt Büdingen zu ergänzen, erklärte Scheid-Varisco.

Nachbarschaftliche Solidarität

Im Stockheimer Kindergarten trafen die drei SPD-Politikerinnen auf Glauburgs Bürgermeister Carsten Krätschmer und die Ranstädter Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel. Der Kindergarten wird aufgrund der immensen Schäden voraussichtlich ein Jahr nicht benutzt werden können. Wie Bürgermeister Krätschmer berichtete, gäbe es aber in der Gemeinde auch keine anderen öffentlichen Gebäude, in die die Kindergartengruppen ausweichen könnten, da das Dorfgemeinschaftshaus in Stockheim auch vom Hochwasser betroffen sei und die Turnhalle in Glauberg zurzeit kernsaniert werde. Daher sollen die Kinder jetzt in Ranstadt und anderen umliegenden Kommunen betreut werden. »Die Unterstützung durch die umliegenden Gemeinden ist enorm. Dafür bin ich sehr dankbar«, sagte Krätschmer. Für Cäcilia Reichert-Dietzel ist diese Solidarität ein Zeichen der guten Zusammenarbeit in der Region: »Nicht nur in der Not müssen wir zusammenhalten, aber bei solchen Ereignissen ist es besonders wichtig, sich gegenseitig zu unterstützen.«

Die Wetterauer Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch betonte, dass sie als zuständige Dezernentin mit der Fachaufsicht des Wetteraukreises die betroffenen Kommunen bestmöglich unterstützen werde. »Wir haben zum Beispiel schon für die kommenden sechs Monate Übergangsregeln gewährt«, so Becker-Bösch.

Für die Landespolitikerinnen Faeser und Gnadl ist wichtig, dass das Land Hessen jetzt nicht nur akute Nothilfe leistet, sondern die Kommunen auch beim Hochwasserschutz besser unterstützt. Der Hochwasserschutz der Bevölkerung dürfe nicht von der Finanzstärke der Städte und Gemeinden abhängen,

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare