Christian und Kerstin Stoeck vor ihrem sanierten Schmuckstück. Bei der Übergabe der Förderung durch Kreisbeigeordneten Matthias Walther (2. v. l.) sind Bürgermeister Erich Spamer (l.) und Holm Istas, Untere Denkmalschutzbehörde, dabei.
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Christian und Kerstin Stoeck vor ihrem sanierten Schmuckstück. Bei der Übergabe der Förderung durch Kreisbeigeordneten Matthias Walther (2. v. l.) sind Bürgermeister Erich Spamer (l.) und Holm Istas, Untere Denkmalschutzbehörde, dabei.

Büro in 300 Jahre alter Scheune

  • vonred Redaktion
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Büdingen(prw). Christian und Kerstin Stoeck wohnen in einem Kulturdenkmal. Für die vorbildliche Sanierung ihres denkmalgeschützten Hauses in Aulendiebach erhalten sie einen Zuschuss des Wetteraukreises. Kürzlich hat Kreisbeigeordneter und Baudezernent Matthias Walther den Bescheid persönlich überbracht.

In der Denkmaltopografie des Kreises wird das Anwesen als geschlossene U-förmige Hofreite mit giebelständigem Wohnhaus beschrieben. Das Fachwerk aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist ausgewogen proportioniert. Der Scheunenbau mit klarem, konstruktivem Sichtfachwerk datiert um das Jahr 1700-1750. Die geschlossen erhaltene Anlage, zu der auch die Bruchsteinmauer zur Straße gehört, wird als qualitätvoll beschrieben. "Wegen der raumbegrenzenden Wirkung im Platzbild, der baukünstlerischen Bedeutung und des ungestörten Gesamtzusammenhanges ist der Bau Kulturdenkmal", erläutert die Denkmaltopografie.

Diese Beschreibung lässt erkennen, dass das Fachwerkwohnhaus und alle ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäude, Scheunen und Stallungen als Einzelkulturdenkmäler erfasst wurden. "Über die Jahre wurden die Gebäude in Abstimmung mit den Denkmalbehörden fachkundig saniert. Wohn- und Büroräume wurden zusätzlich in der Scheune untergebracht", sagt Walther.

Christian Stoeck, zusammen mit seiner Frau Eigentümer des Gebäudes, ist Landschaftsplaner. Unter Verwendung von Basaltpflaster und Sandstein sowie mit der Erneuerung von Stalltüren und des Tores ist der Hof nun mit Materialien, die für die Wetterau typisch und oft in den historischen Ortskernen noch anzutreffen sind, hervorragend gestaltet. Der Wetteraukreis fördert diese Sanierungsmaßnahme mit 3900 Euro. FOTO: PRW

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