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Das Fürstenpaar Leonille und Wolfgang-Ernst zu Ysenburg und Büdingen - mit dem Konterfei der Queen - freut sich auf die 17. Landpartie.

Britische Landpartie

  • VonGeorgia Lori
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Büdingen (geo). Britischer Lifestyle, englische Mode und Tee des Hoflieferanten Twinings - wer glaubt, all das gibt es in Büdingen nicht, der irrt, zumindest während der Dauer der Landpartie. Das Gartenfestival lädt am Wochenende nach einjähriger Pause wieder auf das Schlossgelände ein.

»Wir haben die Landpartie vermisst. Besonders freuen mich Mechthild Wilke und Arno Ehmke, die die jährlichen Themen mit so viel Witz und Charme ausgestalten. Dieses Mal auch mit der königlichen Familie, die einen anlächelt«, sagt Leonille Fürstin zu Ysenburg und Büdingen mit Blick auf die royalen Pappfiguren.

Integriert in die »British Cottage Days« sind ein Dudelsackpfeifer sowie am Schloss der »Union Jack«, die Flagge des Vereinigten Königreichs in ideenreichen Anordnungen. »Welcome everybody to the English Büdingen. Wir freuen uns, dass ihr alle da seid«, sagt Organisatorin Wilke bei der Eröffnung. Modenschauen und die Hutprämierung stehen auf dem Programm sowie die Präsentation von 29 verschiedenen Sorten Fudge. »It’s a pleasure to be here, in this wonderful little town«, sagt »Mr. Fudge« charmant. In Deutschland sei Fudge als Toffee bekannt, doch Fudge gehe im Vergleich zu Toffee nicht an die Zähne, sondern die Hüften.

Keramik, Kunst und Kupfer

»Eigentlich bin ich pensioniert und wollte nichts mehr sagen«, begrüßt die Fürstin die Gäste erst auf Deutsch. Dann wechselt sie ins Englische und wünscht allen eine gute Zeit. Mangels Schere durchtrennt Wolfgang-Ernst Fürst zu Ysenburg und Büdingen das Band zur Eröffnung der Landpartie mit einem Messer.

Beim Flanieren fällt liebevoll ausgewählte Mode auf. Skulpturen und Gartendekoration machen neugierig. Großer Andrang herrscht vor dem Stand mit der Keramikreibe für Knoblauch und Parmesan. Optisch ein Genuss sind die Thuilot’schen Gärten von Ludger Thuilot, der vor etwa 15 Jahren das Arbeiten mit Bonsais entdeckte. Er drapiert die Bonsai-Bäume auf Lavastein und platziert seine Objekte auf einem Sockel. Der Name von Michael Tuss steht für einzigartige Unikate und Erlebniswelten. So fertigt er nostalgische Briefkästen aus Kupfer. Nico Baten aus Holland bietet mit Ehefrau Marta Schmuck von jungen Designern aus seiner Heimat an. »Die Deutschen mögen das sehr gerne«, sagt Baten. Am Stand von Tröndle gibt es Recycling-Mäntel. Der alte Mantel wird im Atelier zu 95 Prozent wiederverwertet. Mit einem akribischen Blick für Szenen präsentiert die Japanerin Ayaka Yokoo Zeichnungen und Malerei auf der »Insel der Künste«. Und es gibt noch mehr zu entdecken - diesmal Open Air in Pagodenzelten im Schlosspark und Schlosshof.

Die Landpartie endet am Sonntag, 12. September. Öffnungszeiten: 10 bis 19 Uhr, am Sonntag 10 bis 18 Uhr.

Der Dudelsackpfeiffer unterstreicht das Motto »Cottage Days«.
Blick von der »Insel der Künste« auf das Open-Air-Gartenfestival.

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