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Sind zufrieden mit dem "Blühtag" (v. l.): die Initiatoren Hans-Dieter Stehr und Mathias Mäser, Naturschutzbeirat-Vorsitzender Alfred Leiß, Kreislandwirt Michael Schneller.

Wie Brachen wieder grün werden

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Büdingen(pm). Biodiversität, der Einsatz für Bienen und Offenlandarten - das sind Themen, die seit Jahren die Arbeit von Jäger und Jagdpächter Hans-Dieter Stehr in Wolf begleiten. An seiner Seite im Revier ist Landwirt Mathias Mäser. Gemeinsam stellten die beiden kürzlich bei einem "Blühtag" mit zwei Feldfahrten und anschließenden Diskussionsrunden die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Die Resonanz war trotz des heißen Sommertages positiv.

Neben Bürgermeister Erich Spamer und Erster Stadträtin Henrike Strauch sowie Stadtverordneten waren zahlreiche Landwirte, Jäger, Biobauern, Saatgut-Spender und Bürger gekommen. Zunächst erläuterte Stehr sein Projekt. Im Wolfer/Büdinger Feld wurde eine Biotopvernetzung auf 220 Hektar durch die Renaturierung und Einsaat von Graswegen mit mehrjährigen Wildkräutern und Blühpflanzen umgesetzt. Deren Einsaat wurde zeitversetzt zu den Blühflächen, die Mäser angelegt hatte, durch Biobauer Gutmann vorgenommen. Sie wird erst in den kommenden Wochen dauerhaft Wirkung zeigen - dann, wenn die Weizenernte vorbei ist und die Äcker wieder kahl sind. Auch nach der Blüte bleiben die Wildkräuter als Nahrung und Deckung auf den Graswegen stehen und erfüllen gerade im Winter ihre Aufgabe. Die ergänzenden Blühflächen und blühenden Brachen der Landwirte Mathias und Otwin Mäser sorgen für insgesamt rund zehn Hektar Bienenweide als Honigbrache.

Am Programm war auch das Pflanzenschutz- und Saatgutunternehmen Syngenta beteiligt: Es hatte Landwirt Mäser beim Anlegen von Blühflächen mit Saatgut unterstützt. Weitere Blühflächen waren mit dem Saatgut "Oberhessen" eingesät worden, das aus einer Spendenaktion finanziert wurde. "Es liegt nahe, dass wir als Pflanzenschutzanbieter zeigen wollen, dass moderne Landwirtschaft und Artenschutz durchaus zusammengehen", sagte Regionalberater Christoph Hock. Während einer Feldrundfahrt zeigte er die positive Wirkung einer Pflanzenschutzmaßnahme bei Weizen. (Foto: pv)

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