102 Bewohner untergebracht

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Büdingen(pm). "Bis zu 120 Bewohnerinnen und Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen, vor allem Familien mit Kindern, werden in der Jugendherberge Büdingen untergebracht. Es handelt sich ausschließlich um Personen, die bereits eine 14-tägige Quarantäne absolviert haben und frei von Symptomen sind", teilt das hessische Sozialministerium mit.

"Wir schaffen durch die Anmietung der Jugendherberge kurzfristig und vorübergehend Platz aufgrund der Corona-Pandemie", erläutert Sozial- und Integrationsminister Kai Klose. Gerade mit Blick auf Familien mit Kindern und Asylsuchende, die besondere Fürsorge benötigten, brauche man weitere Möglichkeiten, um auch bei nicht vorhersehbaren Ereignissen durch das Corona-Geschehen eine geordnete und gesteuerte Unterbringung zu gewährleisten. Die Jugendherberge Büdingen, an die ein großes Freigelände angrenzt, eigne sich für die Unterbringung von Familien in besonderer Weise. Etwa 50 Personen sollten bereits am Montag einziehen, erläutert Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, der im Vorfeld der Anmietung Gespräche mit den Verantwortlichen des Jugendherbergsverbands und der Stadt geführt hatte und dessen Behörde alle erforderlichen Arbeiten koordiniert.

Unterstützung durch Dienstleister

Die Einrichtung werde, wie alle übrigen Standorte der Erstaufnahme, vom Regierungspräsidium Gießen betrieben. Die Behörde erhalte dabei Unterstützung von Dienstleistern, die sich beispielsweise um die medizinische Versorgung oder den Sozialdienst kümmerten. Die Verpflegung wird nach den allgemeinen Vorgaben für Erstaufnahmeeinrichtungen von der Jugendherberge selbst sichergestellt.

Zum Hintergrund: Im Bereich der Erstaufnahmeeinrichtung in Hessen werden seit Beginn der Pandemie alle Anstrengungen unternommen, um die bestmöglichen Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus für die Geflüchteten und die Mitarbeiter in der Erstaufnahme zu treffen und ausreichende Möglichkeiten der Isolierung zur Verfügung zu stellen.

Alle Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus orientieren sich an den Vorgaben der Gesundheitsämter, der Landes- und Bundesbehörden sowie des RKI. Die Prozesse wurden entsprechend den Vorgaben umgehend angepasst. So wurden unter anderem neben zusätzlichen Hygiene- und Reinigungsvorkehrungen, Abstandsregelungen und Änderungen in der Essensausgabe vorgenommen und umfängliche Separierungsräumlichkeiten an allen Standorten eingerichtet, berichtet das Ministerium.

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