sda_wetterau9_2-B_094414_4c_1
+
Als im Januar die Büdinger Altstadt überflutet wird, müssen die Bewohner des Seniorenheims evakuiert werden. Sie leben zurzeit noch in Einrichtungen in ganz Hessen, sollen aber bald nach Büdingen zurückkehren können. ARCHIVFOTO

Überflutung im Januar

Drei Monate nach Hochwasser in Büdingen: Seniorenheim-Bewohner können bald zurück

  • Sabrina Dämon
    VonSabrina Dämon
    schließen

Das Hochwasser im Januar hinterließ große Schäden am Kursana-Pflegeheim in Büdingen. Nach ihrer Notverlegung sollen nun erste Bewoher zurückkehren.

Büdingen – Im Januar stand Büdingen unter Wasser. Wegen des Hochwassers mussten zahlreiche Menschen ihre Häuser verlassen. Auch das Pflegeheim des Betreibers Kursana in der vom Hochwasser schwer betroffenen Altstadt musste innerhalb von wenigen Stunden evakuiert werden.

Seither sind drei Monate vergangen. Die vom Wasser verursachten Schäden am Gebäude sind groß, die Renovierungsarbeiten laufen noch immer, sagt eine Sprecherin von Kursana. Die Bewohner seien daher nach wie vor in anderen Einrichtungen untergebracht. Allerdings nicht mehr lange, wie es heißt: Es gehe gut voran mit den Arbeiten. »Spätestens Mitte Mai planen wir, 80 Plätze im ersten und zweiten Obergeschoss in einem Interimsbetrieb wieder zu belegen, und dass der Großteil der Bewohner zurückziehen kann.«

Pflegeheim in Büdingen: Große Schäden im Erdgeschoss nach Hochwasser

Die Bewohner wohnen seit dem Hochwasser Ende Januar in Kursana-Heimen in ganz Hessen sowie in Bayern - »vor allem in Eschenburg, Künzell, Mücke und Otzberg sowie in Mömbris«.

Vor allem im Erdgeschoss und im Keller der Büdinger Einrichtung hat das Hochwasser Schäden hinterlassen. Die Kursana-Sprecherin sagt: »Durch die großen wasserbedingten Schäden im Keller und Erdgeschoss kann das Erdgeschoss voraussichtlich erst gegen Ende des Jahres wieder in Betrieb genommen werden. Bewohner des Demenzbereichs werden daher vorerst in einem Ausweichquartier verbleiben, wo sie sehr gut versorgt und betreut werden.«

Büdingen: Viel Verständnis von Angehörigen nach Hochwasser

Als das Wasser im Januar die Altstadt überflutete, musste es vor allem sehr schnell gehen. Noch am selben Tag und kurz nach der Evakuierung der Bewohner musste ein Notfallplan her. Zuerst waren einige Bewohner daher im Büdinger Mathilden-Hospital untergekommen. Danach begann die Organisation für die Unterbringung in anderen Heimen. »Die sichere Evakuierung im Februar, die Verlegung der Bewohner auf die Nachbareinrichtungen und die liebevolle Betreuung in den Ausweichquartieren sind der hohen Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken«, sagt die Kursana-Sprecherin.

»Auch von den Angehörigen und Bewohnern haben wir viel Verständnis erfahren und halten sie während der gesamten Renovierungsphase mit regelmäßigen Newslettern über die Fortschritte auf dem Laufenden.« (sda)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare