Berufsschulen können fusionieren

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Büdingen/Nidda(prw). Die Beruflichen Schulen in Büdingen und Nidda sollen zusammengelegt werden. Im Kreistag war das bereits im Mai 2019 beschlossen worden, nun ist die Genehmigung des Hessischen Kultusministeriums eingegangen, wie der Wetteraukreis mitteilt.

Landrat und Schuldezernent Jan Weckler zeigt sich erfreut. Entsprechend des nun genehmigten Konzepts wird der Standort Nidda künftig Haupt- und der Standort Büdingen Nebenstelle der Schule. "Das ist ein wichtiger Schritt, um dauerhaft den Erhalt aller Berufsschulstandorte im Wetteraukreis zu sichern", sagte Weckler. Durch die seit Jahren sinkenden Schülerzahlen stünden die Beruflichen Schulen vor besonderen Herausforderungen. Dieser landesweite Trend zeige sich auch in der Wetterau, kreisweit seien die Schülerzahlen seit dem Schuljahr 2015/16 um mehr als 800 Schüler gesunken.

Vor diesem Hintergrund stünden auch die Bündelung von Berufen und die Bildung von Kompetenzzentren weiter im Fokus. Auch im nun eingegangenen Erlass des Ministeriums werden die Auflagen gemacht, die Schulform Berufsschule im Kreis einer erneuten differenzierten Analyse zu unterziehen. In 41 von 64 Ausbildungsberufen liege die Schülerzahl unter der für die Bildung einer Klasse zulässigen Schülermindestzahl von 15.

Dass viele der angebotenen Ausbildungsberufe keine auskömmliche Schülerzahl haben, liegt laut Weckler auch daran, dass zum Teil Berufe mehrfach im Kreis beschult werden. Selbst wenn alle Berufe nur einmal im Kreis angeboten würden, hätten immer noch 35 von insgesamt 64 Berufen eine zu geringe Schülerzahl. Diese Tendenz habe ihre Ursache vor allem in der zunehmenden Spezialisierung und Ausdifferenzierung der Ausbildungsberufe und dem Trend in Richtung Abitur und Hochschulen.

Nun können die Planungen weitergehen. Weckler sagt, man werde zunächst das Gespräch mit den Schulleitungen sowie dem Schulamt suchen. Zudem müsse geklärt werden, "wo Berufsfelder, die derzeit noch an zwei Standorten im Kreisgebiet beschult werden, zusammengeführt werden können. Darüber hinaus soll ausgelotet werden, an welcher Schule welche Schwerpunkte wie zum Beispiel Metall, Elektro oder Bau ausgebaut werden können."

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