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Blaulicht

17-jähriger Wetterauer droht, seine Schule anzuzünden

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Ein polizeibekannter Schüler hat damit gedroht, seine Schule in Büdingen anzuzünden. Die Polizei fand heraus, wer der Anrufer war, und nahm ihn vorübergehend fest. Die Begründung des Täters klingt kurios.

Ein 17-Jähriger hat am Dienstagmorgen an einer Büdinger Schule angerufen und gedroht, diese anzuzünden. Laut Polizei handelt es sich um einen Schüler dieser Schule, der offenbar wegen eines nicht bestandenen Abschlusses wütend gewesen sei, weshalb er mit der Straftat gedroht habe. An welcher Schule der 17-Jährige angerufen hatte, wollte Polizei-Pressesprecherin Sylvia Frech auf WZ-Nachfrage nicht mitteilen.

Was sie jedoch sagte: Der junge Mann ist bereits polizeibekannt gewesen. Eine tatsächliche Gefahr habe für die Schüler nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht bestanden, schrieb die Polizei am Mittwoch. Frech ergänzte, dass die Schule nicht evakuiert worden sei, "aber die Kollegen waren vor Ort und haben aufgepasst, dass nichts passieren kann". Der 17-Jährige habe von einem Mobiltelefon aus im Sekretariat der Schule angerufen, erläuterte Frech. "Das Handy war eine der Spuren, die uns zu ihm geführt haben." Im Telefonat habe der Anrufer kein Motiv geäußert.

Durch umfangreiche Ermittlungen identifizierte die Polizei schnell den mutmaßlichen Anrufer. Dieser muss sich wegen "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten" verantworten. Er muss mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen. Die Polizei nahm den Schüler am Nachmittag vorübergehend fest. Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen und ein Gespräch mit den Erziehungsberechtigten wurde der 17-Jährige wieder entlassen.

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