Wichtig und möglich: In Frankfurt, Bad Vilbel und Niddatal können Menschen derzeit Blut spenden. 	FOTOS: DPA/UDO
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Wichtig und möglich: In Frankfurt, Bad Vilbel und Niddatal können Menschen derzeit Blut spenden. FOTOS: DPA/UDO

Blutspenden weiter möglich

  • vonUdo Dickenberger
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Genug Abstand, Mundschutz und Hygiene. Wenn das eingehalten wird, steht einer Blutspende nichts im Weg. Gespendet werden kann derzeit in Bad Vilbel, Frankfurt und möglicherweise in Niddatal. Auch über ein Blutspendezentrum in der Wetterau wird diskutiert.

Blutspenden ist möglich. Auch und gerade in der Corona-Krise: Täglich geht das im Blutspendezentrum in Frankfurt in der Sandhofstraße und monatlich im Kultur- und Sportforum in Bad Vilbel-Dortelweil. Das wird aller Voraussicht nach bis zum Ende der Pandemie so bleiben.

Das Bundesgesundheitsministerium wirbt auf seiner Corona-Seite für das Blutspenden, das gerade in diesen bedrängenden Tagen notwendig sei. Einige Termine sind allerdings pandemiebedingt abgesagt worden: So waren für Anfang Mai in ein und derselben Woche Termine in Niddatal und Karben angekündigt. Beide wurden gestrichen, und den Interessenten wurde per E-Mail abgesagt. Der Blutspendetermin in Niddatal kann nun möglicherweise doch stattfinden.

Lange Schlangen erwartet

Soweit bekannt, darf in Dortelweil Anfang Mai, am Donnerstag, 7. Mai, im Kultur- und Sportforum, gespendet werden. Doch seien, wie schon beim Termin Anfang April, wegen der Sicherheitsbedingungen und der großen Hilfsbereitschaft in der Krisenzeit lange Schlangen zu erwarten.

Auch die Spendetermine im Zentrum in Frankfurt finden nach wie vor statt. Allerdings ist hier eine Anmeldung erwünscht.

Norbert Gerlach, der stellvertretende DRK-Kreisvorsitzende, der zugleich Pressesprecher und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit ist, teilt in Absprache mit der Blutspendebeauftragten des Kreisverbands, Nicole Seidl, auf Anfrage mit, dass die Entscheidung, ob ein Termin stattfindet oder ausfällt, vom Blutspendedienst (BSD) Baden-Württemberg-Hessen getroffen wird. Der Entschluss über die Termine im Mai sei seitens des BSD noch nicht getroffen worden. Die Entscheidung über Termine werde acht bis zehn Tage vor dem Termin gefällt.

Zentrum für die Wetterau?

Das Abwägen über das Durchführen oder Absagen der Spendetermine werde wohl aktuell bleiben, solange die Einschränkungen der sozialen Kontakte seitens der Regierungen bestehen. Gerlach erklärt: »Das kann wohl zum jetzigen Zeitpunkt niemand genau sagen.« Neben der Option, zum BSD nach Frankfurt in die Sandhofstraße zu gehen, würden nach den derzeitigen Entscheidungen des BSD die Termine im Kultur- und Sportforum Dortelweil im monatlichen Rhythmus bestehen bleiben.

Ob es auch in der Wetterau ein Blutspendezentrum geben wird oder nicht, wird laut Gerlach derzeit beim BSD geprüft. Wenn es hier eine Entscheidung geben sollte, würden sich die Verantwortlichen des BSD mit den Ehrenamtlichen im DRK Kreisverband Friedberg in Verbindung setzen und die Machbarkeit in Personalfragen gemeinsam klären. In dieser Sache gebe es aktuell keine Entscheidung.

Dieter Jung, der Vorsitzende der Ortsvereinigung Florstadt/Niddatal, ergänzt, bei der Blutspende werde der derzeitigen Situation Rechnung getragen, deshalb würden auch verschiedene Termine abgesagt, bei denen die Voraussetzungen (ein ausreichender Abstand, eine Mindestgröße der Einrichtung) für einen geregelten Ablauf nicht gegeben seien. Ob ein Termin stattfinde oder abgesagt werde, entscheide einzig und allein der BSD.

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand werde der Termin am Freitag, 8. Mai, im Bürgerhaus Assenheim stattfinden, eine endgültige Entscheidung werde der BSD erst acht bis zehn Tage vor dem Termin treffen. Damit bei den Terminen die Spender ausreichend geschützt sind, habe der BSD Verhaltensregeln aufgestellt: Spender, Helfer, Ärzte, Schwestern erhalten eine Mund-Nase-Schutzmaske, die getragen werden muss.

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