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Besuch im »Traumwald«

Der Lockdown fährt das Leben herunter. Dennoch ist es wichtig, sich zu bewegen und auch mal aus den vier Wänden herauszukommen. Denn in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist, das wussten schon die alten Römer. Besonders für Familien mit Kindern bieten sich abenteuerliche Ausflüge in die Natur an, und hierfür ist der Büdinger Wildpark im Kälberbachtal ein ideales Ziel.

Das »Tal der sieben Bäche«, in dem auch der Wildpark liegt, hatte vor Corona rund 20 000 Besucher im Jahr. »Seit Frühjahr 2020 hat sich die Besucherzahl fast verdoppelt«, sagt Peter Kraus, zuständiger Revierleiter des Stadtwaldes Büdingen.

Im Wildpark (auch »Traumwald« genannt) gibt es zahlreiche Tiere, wie Dam-, Rot- und Muffelwild zu bewundern. Die Tiere können auch gefüttert werden, hierfür steht ein Automat mit Tierfutter zur Verfügung. Außerdem gibt es einen circa drei Kilometer langen Walderlebnispfad mit 15 Stationen.

So weit springen wie ein Flo?

An den Stationen werden den kleinen und großen Besuchern die Natur und seine Tiere nähergebracht, und es wird zum Mitmachen angeregt. Wer kann so weit wie ein Flo springen? Der Mensch sicher nicht, zumindest im Verhältnis zu seiner Körpergröße. An einer Weitsprunggrube kann das sofort ausprobiert werden, sodass den Kindern garantiert nicht langweilig wird. Der Schweige- und ein Barfußpfad ist eine weitere Attraktion und wird besonders von Schulklassen gerne genutzt.

Auch ein Grill- und Veranstaltungsplatz, die »Leohütte« ist im Park. Sie wurde nach einem ehemaligen Forstrat benannt, an den auch ein Gedenkstein im Wildpark erinnert. An einer Stelle, an der der Kälberbach aufgestaut ist, befindet sich der Sprudel. Er ist ein artesischer Brunnen, der sein Wasser über eine Leitung aus einer Quelle am Berghang sowie aus dem Goldweiher erhält. Sitzbänke laden die Besucher hier zum Verweilen ein. Viele Spaziergänger, Familien mit Kindern und Jogger sind im Wildpark anzutreffen. Aber durch die Weitläufigkeit findet jeder im circa 300 Hektar großen Gebiet ausreichend Platz, und die coronabedingten Abstände können gut eingehalten werden. Die Stadt Büdingen hat aufgrund des hohen Besucheraufkommens zusätzlich Plakate aufgehängt, auf denen empfohlen wird, bei Benutzung des Weges rund um den Wildpark eine Maske zu tragen.

Reparaturen und Erneuerung des Außengatters sowie des Einzelschutzes im Wildpark sind eine Daueraufgabe und werden momentan durch städtische Forstwirte und Arbeitseinsätze des Fördervereins Wildpark Büdingen geleistet. Der Förderverein hat laut Vereinshomepage den Zweck, der Bevölkerung und besonders den Kindern und Jugendlichen die Aufgaben des Tier- und Umweltschutzes näherzubringen. Er unterstützt die Unterhaltung und Erweiterung des Tierparks sowie des Walderlebnispfades finanziell.

Für die Zukunft ist eine Erweiterung des Parks im südwestlichen Bereich geplant, um die Grünfläche zu vergrößern. Laut Peter Kraus ist die wichtigste Aufgabe, den Büdinger Wildpark und den ihn umgebenden »Traumwald« für diese und künftige Generationen in seiner ganzen Vielfalt zu erhalten.

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