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Ein Konzert der Extraklasse erlebten die Festspielbesucher in der Burg mit der Berliner Band »Onair«.

Begeisternde A-cappella-Show

  • VonGeorgia Lori
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Bad Vilbel (geo). Die Burgfestspiele sind immer für eine Überraschung gut. Kürzlich holten sie die vielfach international ausgezeichnete Berliner A-cappella-Band »Onair« auf die Bühne der Burg. Das Quintett hatte nicht nur viele Gute-Laune-Songs im Gepäck, sondern vermittelte auch Déjà-vu-Momente an Musik vergangener Jahrzehnte, Spaß, Witz und Pointen.

Das Publikum zeigte sich begeistert: Schon beim ersten Song von Lady Gaga applaudierten die Zuschauerinnen und Zuschauer, denn die Künstler machten sprachlos. Es folgten begeisterte Pfiffe und immer weiter zunehmender Beifall. Zwischen den Songs servierten die Musikerinnen und Musiker nicht ganz ernst gemeinte Statements wie »normalerweise singen wir um diese Uhrzeit noch nicht«.

Leidenschaftlicher Gesang

Die Auswahl an gecoverten Musikstücken beschränkte sich nicht nur auf englische Songs, »Onair« brachten auch Interpretationen von Stücken der Band Rammstein oder von Herbert Grönemeyer. Die Sängerinnen Jennifer Kothe und Marta Helmin überzeugten das Publikum mit ihren hohen Stimmen. Andre Bachmann ist der Tenor der Band, Patrick Oliver der Bariton und Kristofer Benn der Bass. Der Reiz ihres gemeinsamen Auftritts liegt im Spiel mit den musikalischen Stilrichtungen. Patrick Oliver zeigt sich zudem als wahre »Rhythmusmaschine«. Die groovigen Beats, die er formt, werden mit einer Loop-Station aufgezeichnet und bestimmen die Dynamik der Arrangements des Quintetts. Zur Leidenschaft des Gesangs kommen eine ausdrucksstarke Choreografie und präzises Sounddesign.

Immer wieder wird deutlich, dass neben den tollen Solostimmen auch Spaß an der Musik, verbunden mit pfiffiger Moderation besteht. Alle Interpretationen sind optisch und akustisch verfeinert. Und weil es in der Burg und beim Publikum »schön wie eine warme Umarmung« ist, gibt es neben der »ganz großen Abrechnung mit Social-Media-Kanälen und Filterblasen« viele Songs zum Mitwippen auf den Stühlen im sonnengefluteten Auditorium - und den Led-Zeppelin-Hit »Stairway to Heaven« in der Miniversion.

Die Zuhörerstimmen sind eindeutig: »Ganz klasse!«, sagt Viktoria Barschdorff aus Bad Vilbel. Es ist ihr erstes Konzert nach ungefähr zwei Jahren. Sie kannte die Band zuvor nicht, wollte aber unbedingt eine Aufführung in der Burg genießen. Ihr Ehemann Kevin Barschdorff hat zum ersten Mal A-cappella-Musik live gehört. »Absolut super«, sagt Wolfgang Hübner, ehemaliger Bad Vilbeler und nun wohnhaft in Ortenberg. »Das ganze Konzept ist toll. Sie nehmen das Publikum von Anfang an mit«, sagt Marion Biedenkapp aus Wölfersheim. Andere Stimmen bescheinigen den Sängerinnen und Sängern eine ausgefeilte Technik und bestätigen, dass die Vilbeler immer für Kulturelles zu begeistern sind. »Wir kommen schon 30 Jahre in die Burg. Mein Sohn sah als Kind schon ›Jim Knopf und die wilde 13‹. Es ist einfach toll, dass man hierherkommen und Kultur erleben kann«, sagt Anita Hübner.

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