kai_pv_stoehr-vilco_05052_4c_3
+
Kulturamtsleiter Claus-Günther Kunzmann erklärt Bürgermeister Thomas Stöhr, wie der große Saal genutzt werden kann.

Zwischen Tradition und Moderne

  • vonRedaktion
    schließen

Bad Vilbel (pm). Die Geräusche von Hämmern, Sägen, Schweißgeräten und Schraubern ergeben einen Klang, den man als Baustellenkonzert bezeichnen könnte. Bald schon sollen hier Schauspiel und Kongresse stattfinden. Die Baustelle zur »Vilco - Die Stadthalle Bad Vilbel« und zum Kurhaus geht voran. Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr ließ sich nun, wie die Stadt mitteilt, von Kulturamtsleiter Claus-Günther Kunzmann über die Baustelle führen.

»Im Herzen unserer Stadt entsteht eine besondere Verbindung zwischen Tradition und Moderne. Auf der einen Seite die moderne Stadthalle mit ihren großen Sälen und großzügigen Foyers und auf der anderen Seite das traditionsreiche Bad Vilbeler Kurhaus, das denkmalgetreu saniert wird«, sagt Stöhr.

»Die Säle werden multifunktional, da man sie in verschiedenster Art und Weise abtrennen und aufteilen kann. So erreichen wir für jeden Veranstaltungszweck die beste Raumaufteilung. Jeder Saal wird zudem barrierefrei zugänglich sein, dafür sorgen diverse Aufzüge im Haus«, erklärt Kunzmann.

Wer von der Niddaseite aus auf die Baustelle schaut, erkenne die gläserne Orangerie, die den Übergang zwischen dem alten, denkmalgeschützten Bestand des Kurhauses und der neuen Stadthalle bildet.

Kurpark wird zur Nidda verlängert

Es sei ein Anliegen der Stadt gewesen, das Kurhaus in Zukunft wieder nutzen zu können. »Die derzeit stattfindende Sanierung, mit barrierefreiem Zugang zum Kurhaussaal sowie der Einrichtung von Büroräumlichkeiten für unter anderem das Bürgerbüro wäre ohne den Bau einer neuen Stadthalle und dem so entstehenden Ensemble kaum möglich gewesen. Damit zeigt sich einmal mehr, Tradition und Moderne bedingen sich gegenseitig.«

Neben dem Bau des Kongresshotels entstehe eine große Tiefgarage, die nicht nur für die Nutzung der Vilco und des Kurhauses wichtig werde, auch Einzelhandel, Dienstleister und Gastronomie entlang der Frankfurter Straße würden davon profitieren. In der Tiefgarage seien auch die Parkplätze mit Ladestationen für Elektroautos vorgesehen. Das alles sei ein weiterer Meilenstein der Innenstadtentwicklung. Zum Ende der Bauphase würde dann auch der Kurpark verlängert und zur Nidda hin zwischen Orangerie und Hotel angelegt, so entstehe ein blühender Platz in Mitten des Gesamtensembles. »Wir schaffen damit eine Aufenthaltsqualität an dieser Stelle, die es dort in den letzten Jahrzehnten nicht gab, denn genau dort stand das alte Hallenbad. Bald schon werden viele Menschen den Aufenthalt direkt an der Nidda genießen können«, sagt Stöhr.

Die neue Stadthalle sowie das sanierte Kurhaus bilden dann auch die Einhausung für einen Platz direkt am Kurpark, der ebenfalls in dieser Form neu entsteht und den zuvor hier liegenden Anhang der Niddastraße mit wenig attraktiven Parkplatz ablösen wird. Dieser Platz wird nach dem Ehrenbürgermeister Günther Biwer benannt. »Auch damit schaffen wir ein großes Stück Identität für das gesamte Ensemble und schlagen erneut die Brücke zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft«, erklärt Bürgermeister Thomas Stöhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare