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In Massenheim brennt die Fassade einer Autowerkstatt als die Wehr eintrifft.

Zwei Einsätze in kurzer Zeit

  • VonNiklas Mag
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Bad Vilbel (nma). Ein anstrengender Nachmittag liegt hinter Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll und den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten in Bad Vilbel. »Los ging es am Mittwoch so gegen 16 Uhr. Es wurde ein Feuer in der Kleingartenanlage gemeldet«, rekapituliert er die Einsätze. Der Christophorus-Rettungshubschrauber hatte die Rauchentwicklung aus der Luft bemerkt und Menschen bei Löschversuchen beobachtet und deshalb die Feuerwehr alarmiert.

»Das ist Grenzgebiet zu Frankfurt, deshalb waren auch die Kollegen von dort dabei«, beschreibt Moll. Erst mal sei das Feuer in der Anlage nicht auszumachen gewesen. Die Aufklärung per Drohne habe schließlich ein außer Kontrolle geratenes »Nutzfeuer« in der nahen Kleintieranlage gezeigt. »Die Besitzer dort hatten bereits erste Löschversuche unternommen, wir haben nach unserer Ankunft mit unserem Löschangriff das Feuer bekämpft. Das war dann erledigt«, so Moll. Dennoch habe die Feuerwehr die Verursacher im Nachgang der Löschaktion noch belehrt: »Das Nutzfeuer wurde nahe einer Hütte und eines Baums gemacht, also ein gefährlicher Ort für ein Feuer. Hinzukommt die Trockenheit derzeit. Das Feuer hätte durchaus auf die umliegenden Gärten und Bäume übergehen können.«

Auf dem Weg zurück zum Stützpunkt klingelte Karlheinz Molls Melder ein zweites Mal. »In einer kleinen Autowerkstatt in Massenheim hat die Fassade gebrannt«, erzählt der Stadtbrandinspektor. Der Rettungsdienst sei bei Eintreffen der Feuerwehren dort bereits vor Ort gewesen. »Einer der Sanitäter ist selbst in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv und hatte bereits einen ganzen Feuerlöscher in die brennende Fassade gejagt.« Das habe zwar geholfen, den Brand allerdings nicht aufgehalten. Das Feuer habe sich weiterhin schnell die Fassade hinauf gefressen. »Es war wirklich gut, dass wir so früh da waren. Ich denke, wir konnten schlimmere Schäden am Gebäude verhindern«, sagt Moll.

Hinter der Fassade des Gebäudes hätten zudem Autoreifen und entzündliche Flüssigkeiten, wie sie in einer Werkstatt nun einmal vorkommen, gelagert. »Wir konnten das Feuer aber vorher löschen. Es entstand dadurch keine Gefahr mehr.« Wie genau die Fassade in Brand geraten konnte, sei für ihn unerklärlich. Lediglich Schäden in einem Abwasserrohr würden darauf hindeuten, dass das Feuer dort entstanden sein könnte. »Vielleicht war da irgendein Material drin, das bei Sonneneinstrahlung begonnen hat, zu schwelen. Aber das ist eine reine Vermutung«, erklärt der Stadtbrandinspektor. Bei beiden Einsätzen sei auch die Polizei vor Ort gewesen, verletzt wurde niemand. Bis auf wenige hauptamtliche Mitglieder - wie der Stadtbrandinspektor - setzen sich die Einsatzabteilungen der Vilbeler Feuerwehren aus rein ehrenamtlichen Rettern zusammen. Die Jugendfeuerwehren der Stadt suchen immer nach Nachwuchs, weitere Infos unter www.ffw-badvilbel.de.

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