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»Zwanzig11er« lauschen gespannt

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Von: Holger Pegelow

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Drei bis vier Besuche in Kindertagesstätten und Schulen absolviert Anna Staab zurzeit pro Tag. Die Theaterpädagogin der Bad Vilbeler Burgfestspiele will die Kinder auf den Besuch der sommerlichen Freiluftspiele vorbereiten. Am Mittwochmittag ist sie in Bad Nauheim in der Kita »Zwanzig11« zu Gast gewesen, um die 16 Mädchen und Jungen der Vorschulgruppe auf ihren großen Ausflug in die südliche Wetterau vorzubereiten.

Drei bis vier Besuche in Kindertagesstätten und Schulen absolviert Anna Staab zurzeit pro Tag. Die Theaterpädagogin der Bad Vilbeler Burgfestspiele will die Kinder auf den Besuch der sommerlichen Freiluftspiele vorbereiten. Am Mittwochmittag ist sie in Bad Nauheim in der Kita »Zwanzig11« zu Gast gewesen, um die 16 Mädchen und Jungen der Vorschulgruppe auf ihren großen Ausflug in die südliche Wetterau vorzubereiten.

Die Bad Nauheimer Kinder werden dort »Jim Knopf und die wilde 13« erleben können. Damit sie schon mal eine Vorstellung davon bekommen, worum es in dem Stück geht und welche Figuren dort auftreten, hat sie Bilder mitgebracht. Auf den sogenannten Figurinen sind die Figuren als Zeichnung zu sehen, die dann in Echt auf der Bühne stehen werden.

Anna Staab erzählt die Geschichte von Jim Knopf und den Räubern, die die Lokomotive Molly gestohlen haben. Die Mädchen und Jungen hören sehr aufmerksam zu, als die Vilbeler Theaterpädagogin die nicht ganz einfache Geschichte mit ihren Wendungen vorträgt. Die Bilder legt sie in die Mitte, die Kinder sitzen im Kreis drumherum.

Einige kennen sich schon ganz gut aus, rufen dazwischen. Das Ende kennen drei oder vier Kinder, denn das erzählt Anna Staab nicht.

An diesem Mittag geht es indes nicht nur um die Geschichte, sondern auch um Theater an sich. Damit haben die Bad Nauheimer Kita-Kinder einige Erfahrung. »Wir gehen regelmäßig in die Vorstellungen der Kinderkulturreihe hier in Bad Nauheim«, erzählt Erzieher Tim Ferber, der die Vorschulgruppe zusammen mit Kerstin Kille betreut. Es melden sich auch vier der 16 Kinder, als Anna Staab fragt, wer denn die letztjährige erste Vorstellung von Jim Knopf in Bad Vilbel gesehen hat. Einige kennen auch die in diesem Jahr auf die Theaterbühne kommende Fortsetzung, allerdings nur als Film. »Ich habe den Film in Fernsehen gesehen«, sagt ein Knirps, der sich auch ansonsten gut auskennt mit der Geschichte, denn bei jeder Frage hebt er den Arm, um zu antworten.

Es geht in dieser dreiviertel Stunde auch um den Unterschied zwischen Film und Theater, denn der ist der Theaterpädagogin wichtig. Außerdem gibt es kleine gemeinsame Spielchen, wenn es etwa darum geht, einen Klatschimpuls an den Nachbarn weiterzugeben oder sich kräftig auszuschütteln, ein böses Gesiht zu machen oder zu jubeln.

Das Schönste kommt aber nach dem gemeinsam gesungenen Lied »Eine Insel mit zwei Bergen...«: Anna Staab setzt sich auf den Boden, hinter ihr bilden die Mädchen und Jungen eine Schlange. Dann wird eine Fahrt mit der Eisenbahn gespielt, mit Kurvenfahrten und Winken zu einigen Figuren der Jim-Knopf-Geschichte.

Nächsten Mittwoch fährt die Truppe nach Bad Vilbel. Da wird vielen wohl beim Zuschauen des Stücks etliches bekannt vorkommen. »Genau das ist der Sinn dieser Besuche«, sagt Anna Staab. Sie wird selbst ungefähr 100 solcher Besuche absolvieren. Die Anfrage nach der Vilbeler Theaterpädagogik ist indes viel größer: »50 Wünsche können wir leider nicht berücksichtigen.« Der Grund: »Uns fehlen wegen der frühen Sommerferien zwei volle Wochen.«

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