"Zum Ausruhen erforderlich"

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Bad Vilbel(pm). Zwischen Dortelweil und Klein-Karben wird es auch nach dem Ausbau des Radweges entlang des Karbener Weges keine Ruhebänke geben. Die Nutzung des dann 4,50 Meter breiten und 875 Meter langen Weges ist für Radfahrer, Fußgänger und landwirtschaftlichen Verkehr gedacht. Das hat eine Anfrage der SPD Dortelweil an den Magistrat ergeben.

Claus Metz, pensionierter Arzt und parteiloser Kandidat der SPD für die Ortsbeiratswahl im März 2021, bezeichnet das als "eine bemerkenswerte Ignoranz bezüglich der Bedarfe Gehschwacher und Älterer".

Der Verkehrsdezernent der Stadt Bad Vilbel, Sebastian Wysocki (CDU), führt in der Antwort des Magistrats die landwirtschaftliche Nutzung des Weges sowie die Entwässerung und den Naturschutz auf. Für Ruhebänke käme nur der Bereich westlich des Weges infrage und dafür würde ein Grunderwerb erforderlich. Wysocki verweist auf die Niddaroute, die womöglich eher das Ziel von Spaziergängern sei, als der neue Weg, der im Karbener Gewerbegebiet endet.

Beate Bender, SPD-Spitzenkandidatin für den Ortsbeirat in Dortelweil, findet, dass eine Gehstrecke von 875 Metern höchstens bei gesundem Herzen und belastbaren Gelenken gewagt werden kann. Die spezielle Situation Älterer sei bekanntlich gekennzeichnet durch wechselnde gesundheitliche Einschränkungen. "Wenn die körperliche Verfassung aber schlecht ist - und dies kann sich auch erst während des Spaziergangs zeigen - wären natürlich Bänke zum Ausruhen erforderlich", sagt Bender. Ohne Ruhebänke verbiete sich für viele Ältere der lange banklose Weg, "und das obwohl es sich nach Fertigstellung um einen angenehm breiten Weg entlang einer schönen Vogelschutz-Begrünung handeln wird", meint Metz.

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