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Sozialdezernent Jörg-Uwe Hahn lässt sich von Christa Gobst (2. v. l.) durch die Räumlichkeiten der Tafel führen und bedankt sich bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Zu Besuch bei der Tafel

Bad Vilbel (pm). Es war in einem Urlaub an der Nordsee, als dem Ehepaar Gobst aus Bad Vilbel eine Idee kam, die bis heute Bestand hat und die sich zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil der sozialen Stadt Bad Vilbel entwickelte: Die Einrichtung der Bad Vilbeler Tafel. Als Mitglieder der Nachbarschaftshilfe trugen sie ihre Idee dem Verein vor.

Hier wurde nicht lange gezögert und die Tafel eingerichtet. Seit 2008 ist die Tafel nun Anlaufstelle für Bad Vilbeler, die hier für kleines Geld einen großen Einkauf machen können. Sozialdezernent Jörg-Uwe Hahn besuchte die Tafel nun als Teil seiner Besuche der Kooperationspartner aus dem sozialen Bereich.

»Die Bad Vilbeler Tafel ist komplett ehrenamtlich organisiert. Die Lebensmittel und weiteren Produkte sind zum großen Teil Spenden Bad Vilbeler Unternehmen. Als Stadt bezuschussen wir die Tafel zudem mit einem jährlichen Mietkostenzuschuss in Höhe von 6000 Euro, damit die Tafel auch entsprechende Räumlichkeiten für ihre wichtige Arbeit hat«, erklärt der Sozialdezernent. Waren es anfangs rund 34 Kundinnen und Kunden, die die Tafel besuchten, so kommen heute über 150 Menschen, um Lebensmittel abzuholen. »Wer Anspruch hat, bei der Tafel Lebensmittel abzuholen, erhält hierfür einen Gutschein und muss diesen bei der Abholung vorzeigen. So wird Missbrauch vorgebeugt und es bekommen wirklich nur diejenigen hier ihre Lebensmittel, die darauf angewiesen sind. Als Sozialdezernent, aber auch persönlich als Vilbeler Bub, bin ich froh und dankbar, dass es diese Anlaufstelle gibt«, führt Hahn aus und bekräftigt, dass die Stadt weiter als Partner und Zuschussgeber die Tafel unterstützen wird.

Von Christa Gobst ließ sich Sozialdezernent Hahn nicht nur einmal durch die Räumlichkeiten und die Ausgabe führen, sondern erhielt auch Antworten auf all seine Fragen.

Pandemie setzt den Helfern zu

»Die Corona-Pandemie setzte auch der Tafel sehr zu, denn die meisten ehrenamtlichen Helfer gehören der Risikogruppe an. Doch die findigen Ehrenamtler haben hierfür eine Lösung gefunden und die Abläufe bei der Abholung der Lebensmittel so optimiert, dass eine Ansteckung mit dem Virus weitestgehend ausgeschlossen werden kann«, kann Hahn aus dem Gespräch berichten.

»Mein Dank gilt allen ehrenamtlichen Helfern bei der Bad Vilbeler Tafel, aber auch bei allen Spendern. Sie leisten eine enorm wichtige und großartige Arbeit zum Wohle der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft«, lobt Sozialdezernent Hahn.

Hier werde sich im besten Sinne des Wortes um Menschen gekümmert, denn viele der Kundinnen und Kunden kommen nicht nur, um sich ihre Lebensmittel abzuholen, sondern auch, um einmal ein Gespräch zu führen oder unter Leute zu kommen. »Die Bad Vilbeler Tafel leistet einen starken Beitrag zur sozialen Stadt Bad Vilbel, und dafür gebührt ihnen unser aller Respekt«, sagt Hahn.

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