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Tim Wegge (l.) und Daniel Hertzog wollen mit Kollegen ein großes Altstadtfest etablieren. FOTO MAG

Ziel ist ein großes Altstadtfest

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Bad Vilbel (nma). Einmal pro Monat verwandeln Vilbeler Gastronomen die Altstadt in eine Feststraße. Entsprungen ist das »Altstadterwachen« einer Idee für den Hessentag, die nun wegen der Pandemie im Kleinen fortgeführt wird. Doch hoffen die Gastronomen der Frankfurter Straße auf ein großes Herbstfest und ein wiederkehrendes Altstadtfest nach der Pandemie.

Livemusik, Tische, Bänke, Stände mit verschiedenen Speisen. Kerzenlicht und Laternenschein, lachende Menschen, sommerliche Stimmung. So lässt sich das Altstadterwachen grob beschreiben, das seit Juni einmal pro Monat von Tim Wegge, Gian Pöschko, Alfred DiRienzo und Daniel Hertzog organisiert wird. »Wir haben immer einen anderen Gastronom noch dabei, der mitmacht. Letztes Mal war es Mükremin Karakus von Pescador Memo, nächstes Mal ist der Altstadtofen dabei«, erzählt Tim Wegge, der die Bar Genusserie führt und mit seinen Kollegen bei verschiedenen Gelegenheiten die Altstadt belebt. »Es heißt ja von vielen Seiten, Vilbel hätte keine Altstadt. Aber wir haben hier am Marktplatz diese wunderbaren alten Gebäude und das schönste alte Gebäude der Region«, sagt er und weist in Richtung Altes Rathaus.

Vilbeler Altstadt als fester Begriff

Schon länger wollen Wegge und seine Kollegen die Vilbeler Altstadt als festen Begriff etablieren, Wegge hat dafür während der Pandemie beispielsweise den Altstadt-Gin erfunden. »Der Grundgedanke entstammt den Hessentags-Planungen«, weiß Daniel Hertzog, der mit Alfred DiRienzo das Restaurant Alte Mühle führt. »Wir Gastronomen sind in Bad Vilbel eine Gemeinschaft und hatten schon beim Hessentag vor, ein Altstadtfest zu etablieren. Kulinarisch mit Musik und über mehrere Tage.«

Corona hat diese Planungen vorerst in die Schubladen verbannt, doch das Altstadterwachen bildet das im Kleinen ab. »Jeden letzten Samstag im Monat findet das Altstadterwachen statt. Wir müssen den Bereich leider abgrenzen, denn es wird sonst zu voll«, sagt Hertzog. Die Stimmung sei jedoch bisher jedes Mal großartig gewesen.

Die Leute dürste es nach Festen dieser Art, meinen die Gastronomen. »Wir machen uns da wirklich viel Arbeit und alles mit eigenem Geld. Wir buchen Musiker, und jeder von uns Gastronomen bringt für den Aufbau oder für das kulinarische Angebot das ein, was er gerade einbringen kann«, betont Tim Wegge.

Besonders viel Geld verdient keiner der Gastronomen beim Altstadterwachen. »Wir machen das, weil es uns einfach am Herzen liegt und es außerdem unglaublich viel Spaß macht, die Gemeinschaft zu beleben«, meint Wegge.

Die Gastronomen hoffen, dass sie noch in diesem Jahr ein Herbsterwachen machen können. »Das soll dann auch etwas größer werden. Es wäre schön, wenn wir das in Zukunft zu einem richtig großen Altstadtfest skalieren können. Mit Bühnen und über mehrere Tage.«

Hierbei spielt leider die Pandemie eine Rolle, weshalb sich die Gastronomen vorerst auf die kleineren Events konzentrieren wollen.

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