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CDU will Weg zum Hessentag ebnen

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Von: Franziska Klinger

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»Wenn eine Stadt wie Bad Vilbel einen Hessentag nicht stemmen kann, welche Gemeinde in Hessen sollte das sonst hinkriegen«, fragte Hans-Dieter Hillmoth. Schon lange Jahre ist der FFH-Geschäftsführer mit seinem Sender bei dem zehntägigen Fest der Hessen dabei. Beim Neujahrsempfang der CDU Bad Vilbel im Kultur- und Sportforum warb er dafür, dass Bad Vilbel Hessentagsstadt wird.

»Wenn eine Stadt wie Bad Vilbel einen Hessentag nicht stemmen kann, welche Gemeinde in Hessen sollte das sonst hinkriegen«, fragte Hans-Dieter Hillmoth. Schon lange Jahre ist der FFH-Geschäftsführer mit seinem Sender bei dem zehntägigen Fest der Hessen dabei. Beim Neujahrsempfang der CDU Bad Vilbel im Kultur- und Sportforum warb er dafür, dass Bad Vilbel Hessentagsstadt wird.

Wichtig für einen erfolgreichen Hessentag sei eine klare Mehrheit aus Politik und Bevölkerung. »Bei einem Hessentag sind wirklich alle gefordert, mitzumachen und Ideen einzubringen. Durch das gemeinsame Handeln kann ein »Wir-Gefühl« entstehen«, sagte Hillmoth. Klar sei, dass der Hessentag Geld koste. Gleichzeitig erhalte die Stadt vom Land Hessen Zuschüsse in Höhe von 8,5 Millionen Euro für langfristige Infrastrukturprojekte.

Unerlässlich sei ein »Hessentagsteam«, das lokal in der Verwaltung und Feuerwehr verwurzelt sei, aber auch von Personen unterstützt werde, die Erfahrung mit Großveranstaltungen haben, um Sicherheitskonzept und Veranstaltungslogistik zu organisieren. »Das Land kümmert sich immer weniger um Details vor Ort, deshalb ist die Stadt bei der Organisation sehr gefragt«, erklärte Hillmoth.

Neben einigen festen Aktionen wie dem Hessentagsumzug habe Bad Vilbel beim Gestalten des Programms viel Freiraum. Mit Risiken behaftet seien Konzerte, wenn der Kartenverkauf nicht gut anlaufe. »Ja, der Hessentag kostet Geld. Es ist gut angelegt. Ich denke, dass der Hessentag eine große Chance ist«, sagte Hillmoth.

Die Vilbeler Union kam ins Gespräch mit Bürgermeistern, in deren Heimatstädten bereits Hessentage organisiert wurden. Oswin Veith (CDU, MdB) war als Bürgermeister von Butzbach in die Vorbereitungen des dortigen Hessentages involviert: »In Butzbach ist der Funke schnell von der Politik auf die Vereine und Bevölkerung übergesprungen.« Das hat auch der Bürgermeister der Hessentagsstadt 2016 Herborn, Hans Benner (SPD), beobachtet: »Wir hatten die Bevölkerung hinter uns. Wichtig ist, dass wir von anderen Städten, die bereits einen Hessentag organisiert haben, bei der Planung unterstützt wurden. Wir Hessentagsstädte sind eine große Familie.« Der ehemalige Wetzlarer Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) sagte: »Die Chancen überwiegen die Risiken.«

Das sahen viele Gäste ähnlich. »Wir sind 100 Prozent dafür, das waren wir schon beim ersten Mal. Bad Vilbel ist sehr heterogen – vielleicht wachsen wir dann alle mehr zusammen.«, sagten Leander und Hildegard Wschetezka sowie Edith und Gerhard Krämer. Ebenfalls positiv sehen Hilde und Heinz Schmidt eine mögliche Bewerbung: »Bestimmt würden sich sehr viele Bürger engagieren und auch die Vereine wären dabei.« Andere Gäste stehen dem Vorhaben kritisch gegenüber. »Ich bin eher skeptisch. Ich kann mir die Frankfurter Straße nicht als Hessentagsstraße vorstellen«, sagte eine Besucherin. Ein anderer Gast merkte an: »Ich denke, dass es für eine solche Großveranstaltung viel zu wenig Freiflächen rund um Bad Vilbel gibt.«

Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr erklärte: »Sicher wäre der Hessentag eine Herausforderung, aber gleichzeitig auch eine große Chance, etwa für die Realisierung großer Projekte wie die Sanierung des Kurhauses. Auf jeden Fall macht die Bewerbung nur Sinn, wenn sich eine große Mehrheit sowohl in der Politik als auch der Bevölkerung findet, die das trägt.« Deshalb lädt er am 8. Februar zu einer Versammlung für Vereine und am 4. und 6. März zu Bürgerversammlungen ein, um über das Projekt zu informieren. Das Akkordeon-Orchester begleitete den Empfang musikalisch.

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