Musikschule

Mit neuen Instrumenten Lust an der Musik wecken

Die Musikschule Bad Vilbel und Karben bietet nun auch Akkordeonunterricht an.

Bad Vilbel/Karben – Akkordeonmusik hat in Bad Vilbel viele Fans. Die Konzerte des von Elke Deweil geleiteten Akkordeon-Orchester Bad Vilbel im Kulturforum Dortelweil und zuvor im Kurhaus sind seit vielen Jahren stets ausverkauft. Die 53 Vereinsmitglieder des Orchesters, von denen 30 aktive Musikerinnen und Musiker in den drei Orchestergruppen auf Akkordeon, Keyboard und Schlagzeug musizieren, planen nach einen Jahr Corona-Pause am Volkstrauertag erneut ein Konzert.

Gegründet wurde der Verein »Akkordeon-Orchester Bad Vilbel« zwar erst 2016, doch er ist hervorgegangen aus Teilen des ehemaligen Harmonika-Spielrings und des späteren Akkordeon-Orchesters, das bereits seit 1957 im musikalischen Leben der Stadt aktiv ist. Viele Jahre lang bestand zwischen der Musikschule Bad Vilbel und Karben und dem Akkordeon-Orchester Bad Vilbel die Übereinkunft, dass die Musikschule auf eine Ausbildung von Akkordeonisten verzichtet, um dem etablierten Akkordeon-Orchester keine Konkurrenz zu machen. »Angeregt hatte das der ehemalige Bürgermeister Günther Biwer. Die Musikschule ist diesem Wunsch seit 40 Jahren immer nachgekommen, wofür ich den Leiterinnen und Leitern dankbar bin«, sagt Deweil.

Stärker im Fokus der Öffentlichkeit

Als Musikschulleiterin Corinna Probst sie informierte, dass sie erstmalig das Fach Akkordeon an der Musikschule Bad Vilbel und Karben anbieten möchte, stimmte Elke Deweil sofort zu. »Ich unterrichte zwar noch selbst Akkordeon, aber ich befürworte die Einführung des Instruments Akkordeon an der Musikschule, die zunächst über zwei Instrumentenkarussells in der Stadtschule und in der Ernst-Reuter-Schule (ERS) stattfindet. Damit rückt das Akkordeon noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und es gibt mehr Nachwuchsspieler. Deshalb freue ich mich, dass die Musikschule mit ihrem neuen Akkordeonlehrer Radu Laxgang in den Unterricht einsteigt.« Deweil sagt, dass sie der Musikschule bei Bedarf auch Instrumente zur Verfügung gestellt hätte. Doch das war nicht nötig, wie Musikschulleiterin Corinna Probst, die stellvertretende Leiterin Isabella Kreith und der Musikschulkoordinator für das Instrumentenkarussell, Benno Bruschke, informieren.

Die Firma Hohner schenkte der Musikschule fünf von Größe und Gewicht her kindgerechte Instrumente und stellte weitere für die Schülerinnen und Schüler des Instrumentenkarussells kostenlos für ein Jahr zur Verfügung. »Jedes dieser für Vor- und Grundschüler geeigneten Instrumente kostet 550 Euro«, informiert Kreith. An der ERS lernen 18 Grundschüler in drei Gruppen und an der Stadtschule 24 Schüler das Akkordeon im Laufe des Schuljahres kennen. »In sechs bis sieben Unterrichtseinheiten bekommen die Grundschüler das Akkordeon erklärt und spielen auch darauf«, sagt Kreith. Weitere Instrumente des Instrumentenkarussells sind Percussion, Flöte, Gitarre und Klavier. »Am Ende des Schuljahres gibt es ein Abschlusskonzert mit allen Instrumenten«, kündigt Kreith an. Die Erfahrung zeige, dass viele Schüler bereits während des Schuljahres eine Liebe zu einem der genannten Instrumente entwickeln.

Ins Leben gerufen hat das Instrumentenkarussellangebot vor 35 Jahren Ralf Füsser. »Anfangs war es ein Nachmittagskurs an der Musikschule, aus der sich dann eine Kooperation mit fünf Schulen entwickelte. Wir sind mit Instrumentenkarussells an fast allen Grundschulen in Bad Vilbel und Karben vertreten.« Dank der Firmenspende und Leihgabe schnuppern jetzt an der ERS und an der Stadtschule jeweils sechs Kinder ins Akkordeonspielen hinein. Alle sind schon gespannt darauf zu erfahren, wie ein Akkordeon klingt, wie es gespielt wird und wofür die Tasten auf der linken und die Knöpfe auf der rechten Seite gut sind. Akkordeonlehrer Radu Laxgang und Isabella Kreith freuen sich über das Interesse der Grundschüler, die den Unterrichtsbeginn kaum abwarten konnten. (cf)

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