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Die Schulklassen zeigen ihre Kreativität und halten Vorträge, tanzen und benoten sogar ihre Lehrer.

Wenn die Schüler die Lehrer benoten

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Bad Vilbel (pm). Die Vorstellung, von nun an nicht mehr jeden Tag seine Mitschüler und Mitschülerinnen sehen zu können, trieb dem stellvertretenden Klassensprecher der 10b, Jan Eble, bei seiner Rede die Tränen in die Augen. Und nicht nur ihm. Es ging zuweilen sehr emotional zu auf den Abschlussfeiern der Bad Vilbeler John-F.-Kennedy-Schule. Zum zweiten Mal in Folge fanden die Feiern für die JFK-Abschlussschüler in der voll besetzten Mensa auf dem Schulgelände und nicht im Kultur- und Sportforum in Dortelweil statt, was den Veranstaltungen eine persönlichere Note verlieh, da Klassenlehrer und Schüler in ihren Reden konkreter auf die Besonderheiten der jeweiligen Klassen eingehen konnten.

Katharina Blank, Klassenlehrerin der 9e, sprach in ihrer Rede weniger davon, was ihre Klasse in den Jahren an der JFK gelernt hat, sondern was sie von jedem einzelnen Schüler, jeder einzelnen Schülerin gelernt hat, und bedankte sich für die zumeist schöne Zeit mit ihrer ersten Klasse als Klassenlehrerin. Regina Florian, Klassenlehrerin der 9d, verabschiedete hingegen ihre letzte Klasse, denn sie macht nächste Woche sozusagen selbst ihren »Abschluss« an der Kennedy. Neben Videos und Diashows gab es ein abwechslungsreiches Programm: Die 10c hatte sich für ihren Klassenlehrer Berthold Schnalke ein Quiz ausgedacht. Zehn Fragen über seine Klasse, die sich als kniffeliger als gedacht herausstellten. Welcher Lehrer weiß schon, wer in der Klasse die meisten Follower auf Instagram hat? Die 10a von Klassenlehrer Lars Gebauer tanzte zum Gute-Laune-Lied »Happy« von Pharrell Williams und sogar einige Lehrer*innen machten mit. Das Publikum spendete entsprechend lauten Applaus. Die Klasse 10b drehte den Spieß mal um: Von ihr erhielt nicht nur Klassenlehrer Daniel Beyer ein Zeugnis, sondern gleich jede Lehrkraft, die in der Klasse unterrichtet hatte.

Noten sind aber nicht immer das Wichtigste. Das betonte Schulleiter Markus Maienschein in seiner Rede vor den Abschlussschülern und machte Mut für die Zeit nach der JFK. Vielmehr sei es wichtig, sich Ziele zu setzen und diese mit allem Einsatz zu verfolgen, riet er. Auch in einigen anderen Reden, wie zum Beispiel der von Schulsprecherin Malina Dörflinger, ging es natürlich um den neuen Lebensabschnitt, der nun beginnt. Politischer wurde es bei der Rede von Lars Gebauer, der seiner Klasse, die immer sehr zurückhaltend und still war, empfahl, von ihrer Stimme Gebrauch zu machen. Eine Stimme, die es brauche, um unsere Demokratie zu verteidigen und den Klimawandel zu stoppen.

Besonders geehrt wurden neben den besten Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen 2020/21 auch die Streitschlichter der Kennedy-Schule. AG-Leiterin Astrid Logisch bedankte sich bei ihnen für ihren Einsatz für die Schulgemeinschaft. Sylvia Jaksch dankte den Schülerinnen für ihre Mithilfe in der Lehrmittelbücherei. Zum Abschluss wurde noch der neue lustige Lehrer-Clip »Hüpfende Lehrer« präsentiert, den René Di Rienzo, Co-Klassenlehrer der 9d und technischer Leiter der Feiern, mit den Lehrern der Abschlussklassen gedreht hatte.

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