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Die Grünstreifen in der Bodelschwinghstraße vor Einmündung in die Danziger Straße sollen neu angelegt und bepflanzt werden.

Weniger Pkw, mehr Aufenthaltsqualität

  • VonChristine Fauerbach
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Bad Vilbel (cf). Weniger Verkehr, mehr Aufenthaltsqualität, schöner angelegte Verkehrsinseln und ein umgestalteter Spielplatz - darum ging es bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Heilsberg . Ganz oben auf der Tagesordnung stand der Bericht der städtischen Straßenverkehrsbehörde in Sachen Anwohnerbefragung in der Jahnstraße und zur Änderung der Verkehrsführung, die Fachdienstleiter Timo Jehner vorstellte.

An der Umfrage hatten sich allerdings nur 18 von 62 befragten Haushalten beteiligt.

Aktuell kann der Verkehr in der Jahnstraße in beiden Richtungen fließen. Durch parkende Autos im Kurvenbereich Otto-Fricke-Straße kommt es zu Behinderungen für den Lkw-Verkehr bei Gegenverkehr. Hier wären Grenzmarkierungen möglich, aber kein Lastwagen-Verbot. Wie auch die Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen im Bereich der Postfiliale. Möglich wäre die Einrichtung einer Einbahnstraße von der Pestalozzi- in Richtung Otto-Fricke-Straße sowie Radverkehr in beide Richtungen.»Aus Sicht der Straßenverkehrsbehörde ist eine Änderung der Verkehrsführung wie vorgestellt möglich. Ein Lkw-Verbot in der Jahnstraße würde je nach Strecke zu Umwegen von 1, 1 bis 1,3 Kilometer führen. Der direkte Weg ist dagegen nur 120 Meter lang«, sagte Jehner. Ortsvorsteher Peter Schenk (CDU) bittet darum, über ein Lkw-Verbot in der Fröbelstaße nachzudenken.

Alte Frankfurter Straße im Blick

Dafür stimmten sieben von acht Ortsbeiratsmitglieder bei einer Enthaltung. Ortsvorsteher Schenk teilte der Fraktion der Grünen mit, dass die gefällten Bäume im »Russenwäldchen« als Totholz liegen bleiben sollen und keine Aufforstungen geplant seien. Im Sudetenwäldchen wurden 30 Bäume entlang der Straße gefällt. Der ungepflegte Wander- und Fahrradweg stelle keine Gefahr für die Nutzer dar.

Ihren Antrag zur Umgestaltung der Alten Frankfurter Straße mit dem Ziel die Aufenthaltsqualität durch Verkehrsberuhigung, Ausweisung von Fahrradspuren und Aufstellen von Bänken zu verbessern, stellten die Grünen nach angeregter Diskussion zurück. Nach Auskunft des zuständigen städtischen Fachbereiches sei für eine Umgestaltung ein von einem Planungsbüro erstelltes Gesamtkonzept nötig. Die Kosten hierfür bewegten sich von einem hohen fünfstelligen bis zu einem niedrigen sechsstelligen Betrag, der im Haushalt nicht vorgesehen sei. Die Ortsbeiratsmitglieder einigten sich auf eine Ortsbegehung.

Ebenfalls keine Haushaltsmittel sind für die Umgestaltung des Platzes am Grüngürtel eingestellt. Der Ortsvorsteher sagte, dass der von den Grünen für eine E-Bike-Ladestation vorgesehene Standort am Grüngürtel-Weg von Berkersheim hochkommend zudem ein schlechter Standort sei , da es dort keine Gastronomie gebe, um die Wartezeit zu überbrücken. Er schlage das Aufstellen einer neuen Bank vor und das Entfernen des Mülleimers.

E-Ladesäulen und Rasensteine

Einstimmig angenommen wurde der Prüfantrag von CDU und SPD E-Ladesäulen in der Bodelschwinghstraße/Ecke Danziger Straße zu installieren. Um den Parkdruck für die Anwohner zu verringern könnten zehn Parkplätze an der Garagenrückwand in der Bodelschwinghstraße entstehen. Die Kosten bezifferte die Behörde auf 80 000 Euro. In den Antrag fügte der Ortsbeirat den Passus hinzu, dass bei der Pflasterung Rasensteine verwendet werden sollen.

Mit Stimmen von SPD und CDU wurde der Antrag bei zwei Enthaltungen und einer Nein-Stimme angenommen. Jeweils einstimmig sprachen sich die Ortsbeiratsmitglieder für Neubepflanzungen, beziehungsweise ein Konzept für die Grünstreifen in der Bodelschwinghstraße und in der Danziger Straße/Ecke Samlandweg aus. Die Grünen wünschen sich eine Aufwertung des Ortseingangs aus Richtung Frankfurt kommend. Schenk informierte, dass das Ortsschild an gleicher Stelle durch ein neues ersetzt würde.

Auch die Umgestaltung des Spielplatzes im Karlsbaderweg /Ecke Keilbergweg stieß auf die Zustimmung aller Sitzungsteilnehmer.

Die Grünen wünschen sich eine verbesserte Zusammenarbeit mit dem städtischen Grünflächenamt.

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