"Weniger Boden versiegeln"

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Den Neujahrsempfang der Bad Vilbeler Grünen nutzten etliche Bürgerinnen und Bürger zum persönlichen Gespräch mit den Politikern. Denn sowohl die Kreis-, Landes- als auch die Bundespolitik waren durch grüne Politiker vertreten. Für den Wetteraukreis sprach Landratskandidat Thomas Zebunke. Kai Klose, Landesvorsitzender der Grünen in Hessen und Regierungsmitglied, äußerte sich zur Landespolitik. Und Bundestagsabgeordneter Wolfgang Strengmann-Kuhn sprach spontan zu bundespolitischen Fragestellungen. Die Vilbeler Grünen seien sehr zufrieden über den guten Zuspruch sowohl von Politkern als auch von den Bürgern, schreibt Vorsitzender Clemens Breest.

Den Neujahrsempfang der Bad Vilbeler Grünen nutzten etliche Bürgerinnen und Bürger zum persönlichen Gespräch mit den Politikern. Denn sowohl die Kreis-, Landes- als auch die Bundespolitik waren durch grüne Politiker vertreten. Für den Wetteraukreis sprach Landratskandidat Thomas Zebunke. Kai Klose, Landesvorsitzender der Grünen in Hessen und Regierungsmitglied, äußerte sich zur Landespolitik. Und Bundestagsabgeordneter Wolfgang Strengmann-Kuhn sprach spontan zu bundespolitischen Fragestellungen. Die Vilbeler Grünen seien sehr zufrieden über den guten Zuspruch sowohl von Politkern als auch von den Bürgern, schreibt Vorsitzender Clemens Breest.

Zebunke will Perspektiven für eine nachhaltige Lebensweise auch in der Wetterau schaffen. Er verwies darauf, wie der Ökolandbau in der Wetterau zu einer Erfolgsgeschichte geworden sei. Diese Entwicklung möchte er weiter fördern. Dazu zählt auch, dass der Flächenfraß an kostenbaren Ackerböden für fragwürdige Projekte gestoppt werden müsse. "Die Wetterau ist eine der wenigen Regionen in Deutschland, die sich von dem Ertrag ihrer Äcker selbst versorgen könnte. Damit wird es bald vorbei sein, wenn wir nicht umsteuern", mahnte Zebunke einen nachhaltigeren Umgang mit den Wetterauer Böden an. Er fordert mehr Investitionen in den Schulbau, die sozialen Dienste und in eine eigenständige Kulturpolitik.

Auch selbstkritische Töne

Klose begann mit einer kritischen Betrachtung der bundespolitischen Situation nach der Bundestagswahl. Dabei nahm er die eigene Partei nicht aus. Selbstkritisch kommentierte er die Personaldiskussionen der Grünen: "Wir Grünen sollten uns bewusst machen, dass nicht alle Grünen-Wähler auch Grüne Parteimitglieder sind. Es ist für unsere Wählerschaft nicht immer nachvollziehbar, warum beliebte Spitzen-Grüne aufgrund von Parteiregeln nicht berücksichtigt werden können." Klose blickte auch auf die anstehende Landtagswahl. Die jüngste Umfrage zum Hessentrend sei eine Ermutigung für die Grünen im Land, da gegenüber der Wahl 2013 das Ergebnis 2 Prozent besser prognostiziert worden sei. Klose machte deutlich: "Ich will alle Demokratinnen und Demokraten dafür kämpfen sehen, dass der rechtspopulistische Spuk bald ein Ende hat. Es wäre großartig, wenn Hessen das erste Bundesland wäre, in dem die AfD es im Oktober nicht ins Parlament schafft." In der Aussprache mit den Besuchern wurden auch bundespolitische Fragen gestellt, die den Sozialpolitiker Strengmann-Kuhn veranlassten, Stellung zu nehmen. In den Gesprächen, erläuterte er die seiner Meinung nach Vorzüge der grünen Idee einer Garantierente gegenüber den von CDU und SPD sondierten rentenpolitischen Maßnahmen. Auch erklärte der Bundestagsabgeordnete die Vorteile einer Kindergrundsicherung gegenüber der "Herdprämie". Während die Kindergrundsicherung sich am Kind orientiere, zwinge die "Herdprämie" Mütter, daheim zu bleiben.

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