Zu wenig Geld für Flüchtlinge: Bad Vilbel reicht Klage ein

Bad Vilbel (dpa/ach). Für die Unterbringung von Flüchtlingen bekommt die Quellenstadt nach eigener Einschätzung zu wenig Geld – deshalb zieht sie vor Gericht.

Es sei Klage gegen den Wetteraukreis beim Verwaltungsgericht Gießen eingereicht worden, teilte Pressesprecher Bastian Zander mit. Derzeit leben 47 Flüchtlinge in Bad Vilbel. Bisher erhält die Stadt vom Kreis für jeden untergebrachten Flüchtling 7,30 Euro pro Tag. Davon sollen die Herrichtung und Erstausstattung der städtischen Wohnungen sowie die generelle Unterbringung der Flüchtlinge finanziert werden.

Eine Kostenkalkulation habe ergeben, dass bereits ein Fehlbetrag im mittleren fünfstelligen Bereich vorliege, meint Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn. Für das zweite Halbjahr 2014 habe der Kreis angekündigt, dass Bad Vilbel mit weiteren 84 Flüchtlingen rechnen und für deren Unterbringung sorgen müsse. »Wir und auch der Wetteraukreis sind an einer gerichtlichen Entscheidung zur Finanzierung durch das Landesaufnahmegesetz interessiert«, sagt Freund Hahn und meinte, die Entscheidung sei hessenweit von Bedeutung.

Kosten für Flüchtlinge: Klage kommt

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