Weg frei für hauptamtlichen Sozialdezernenten

  • VonPatrick Eickhoff
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Bad Vilbel (wpa). Was sich im Haupt- und Finanzausschuss abgezeichnet hat, haben Bad Vilbels Stadtverordnete final verabschiedet. Der Weg für einen hauptamtlichen Sozialdezernenten ist frei. SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Kühl begründete den Antrag der schwarz-roten Koalition damit, dass die Aufgaben des Sozialdezernats wachsen. »Wir bekommen eine neue Kita, ein Familienzentrum und ein Jugendhaus.

Wir wollen das Konzept der Familienzentren auf alle Stadtteile ausweiten und Lücken bei den Erziehern füllen.« Das seien nur ein paar Punkte von vielen, die anstehen. Eine hauptamtliche Besetzung sei unabdingbar. FDP-Fraktionsvorsitzender Erich Schleßmann sagte, es sei ein negatives Signal, was man damit aussenden würde. »Wir wissen nicht, wie die Pandemie verläuft - speziell für die finanzielle Situation.« Man spreche von Ausgaben um die 100 000 Euro. Heike Freud-Hahn und Jörg-Uwe Hahn von der FDP hätten in den vergangenen zehn Jahren der Stadt also rund eine Millionen Euro eingespart. Die FDP sei gegen den Antrag. Es sei ein teurer Eintrittspreis in die Koalition. CDU-Vorsitzender Tobias Utter sprach von einem »reichen sozialen Leben« in der Stadt. Er bedankte sich bei Jörg-Uwe Hahn und bezeichnete ihn und seine Frau als echten Glücksfall. Dennoch sei es an der Zeit, dass diese Stelle in der größten Kommune des Wetteraukreises hauptamtlich betreut werde. Die Grünen hatten bereits im Haupt- und Finanzausschuss deutlich gemacht, dass sie diesen Antrag unterstützen. Grünen-Vorsitzender Clemens Breest sagte: »Die hauptamtliche Würdigung freut uns sehr.«

Bei Ablehnung von AfD und FDP und Enthaltung der FW, stimmten SPD, CDU und Grüne für den Antrag.

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